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OLAP-Funktionen für aktive Zelle

OLAP-Funktionen sind die Funktionen des Business Explorers, die auf den Zellen des Filter- und Resultatsbereichs der Query zur Verfügung stehen. Sie sind entweder mit Hilfe der rechten Maustaste als Kontextmenü oder auf der BEx Symbolleiste unter OLAP-Funktionen für aktive Zelle aufrufbar.
Abhängig davon, welche Merkmale und Kennzahlen in der Query sind, auf denen Sie navigieren können, und welchen Zellbereich Sie markieren, bietet das System verschiedene Funktionen an.
Zellbereiche, die nicht zur Query gehören bieten nur das Kontextmenü von MS Excel.

Sie können die OLAP-Funktionen des Business Explorers auch deaktivieren, indem Sie Einstellungen ® OLAP-Funktionen per Rechtsklick ausschalten. Es stehen dann auch auf den Zellbereichen der Query nur die Funktionen des Kontextmenüs von MS Excel zur Verfügung. Die Query ist aber nicht abgekoppelt.
Siehe auch:
Die Auswahl an Funktionen, die Ihnen im Kontextmenü der Filterzellen zur Verfügung stehen, ist abhängig vom jeweiligen Navigationszustand des markierten Merkmals. Mögliche Funktionen sind:
· Filterwert aussuchen...
· Filterwert entfernen
· Aufreißen ®Senkrecht
· Aufreißen ®Waagerecht
· Eigenschaften... (siehe Eigenschaften der Query)
Wählen Sie Filterwert aussuchen, um ein markiertes freies Merkmal auf einen oder mehrere Merkmalswerte oder um eine Struktur auf ein oder mehrere Strukturbestandteile (Kennzahlen) einzuschränken. Sie erhalten eine Liste aller Merkmalswerte bzw. Kennzahlen, aus denen Sie einen oder mehrere Werte auswählen können. Im Aufriss der Query erscheinen nach dem Auffrischen nur die Daten für die ausgewählten Werte.

· Sie können die Funktion Filterwert aussuchen für jedes Merkmal oder Navigationsattribut im Filterbereich anwenden, unabhängig davon, ob sich das Merkmal oder Navigationsattribut im Aufriss befindet oder nicht.
· Wenn sich ein Merkmal oder Navigationsattribut, das Sie als Filterwert aussuchen möchten, bereits im Aufriss befindet, wird es im Gegensatz zur Funktion Als Filterwert festhalten nach der Ausführung nicht aus dem Aufriss entfernt.
Siehe auch:
Wählen Sie Filterwert entfernen, wenn Sie wieder alle Merkmalswerte des Merkmals sehen möchten.
Um alle Merkmalswerte eines Merkmals entlang der Zeilen- bzw. Spaltenachse des Resultatsbereichs anzuzeigen, wählen Sie Aufreißen ® Senkrecht bzw. Aufreißen ® Waagerecht. War das Merkmal vorher gefiltert, so werden nur die gefilterten Werte aufgerissen.
Die Auswahl an Funktionen, die Ihnen im Kontextmenü der Zellen des Resultatsbereichs der Query zur Verfügung stehen, ist abhängig von Lage und Inhalt der Zelle. Je nachdem, ob Sie eine Zelle markiert haben, die in Beziehung zu einem Merkmal steht (z.B. einen Merkmalswert enthält) oder ob Sie eine Zelle markiert haben, die in Beziehung zu einem Strukturelement (Kennzahl) steht (z.B. eine Kennzahlbezeichnung enthält) stehen Ihnen verschiedene Funktionen zur Verfügung.
Folgende Funktionen sind unter Navigation und Navigationsfunktionen erläutert:
· Zurück
· Zurück zur Anfangssicht
· Als Filterwert festhalten
· Filtern und Aufriss nach
· Hinzufügen Aufriss nach
· Austauschen...mit...
· Hierarchie aktiv
· Hierarchie expandieren
Die Merkmalswerte oder Attribute eines Aufrissmerkmals, also die Zeilen bzw. Spalten, können mit dieser Funktion nach verschiedenen Kriterien aufsteigend bzw. absteigend sortiert werden. Sie können nach dem Schlüssel, dem Text, einem Anzeigeattribut oder nach einer der angezeigten Wertespalten sortieren. (Zum Aktivieren von Anzeigeattributen siehe Eigenschaften der Querybestandteile ® Eigenschaften des Merkmals.)
Schlüssel werden in der Regel nach internem Format sortiert. Soll ein Merkmalswert nach externem Format sortiert werden, so müssen Sie dies am InfoObject hinterlegen.

Auf Hierarchielisten bleibt die Hierarchiestruktur, d.h. die "Vater-Kind-Beziehungen" bleiben erhalten. Die "Kinder" eines Knotens werden aber in der Reihenfolge des Sortierkriteriums angegeben. Mit der Funktion Sortieren nach Hierarchie kann die ursprüngliche in der Hierarchiedefinition angelegte Anordnung wieder hergestellt werden.
Wenn Sie in der Querydefinition bzw. durch eine Selektionsoptionsvariable das Merkmal auf mehrere Einzelwerte gefiltert haben, dann können Sie mit der Funktion Sortieren nach Auswahl die gefilterten Werten entsprechend sortieren. Entsprechendes gilt auch für eine Auswahl im dynamischen Filter (siehe Filterwerte aussuchen).
· Das System versucht jeweils einen sinnvollen Vorschlag für die Sortierung zu machen. Dabei wird zunächst versucht, die Sortierung nach Auswahl anzuwenden.
· Zeitmerkmale, Merkmale ohne Text oder solche, die standardmäßig mit Schlüssel oder Schlüssel und Text dargestellt werden, werden nach Schlüssel sortiert.
· Ansonsten wird nach Text sortiert. (SORT <itab>... AS TEXT..: Textfelder werden schauplatzgerecht sortiert. "Schauplatzgerecht" bedeutet in diesem Zusammenhang, dass die relative Ordnung der Zeichen untereinander kulturspezifisch gemäß der eingestellten Textumgebung definiert ist. Die Textumgebung wird automatisch gemäß der Anmeldesprache des aktiven Benutzers eingestellt.)
Mit dieser Funktion können Sie Resultatszeilen und Einzelwerte, die in der Query angezeigt werden, nach bestimmten Kriterien neu berechnen.

Diese Funktion steht Ihnen sowohl im Kontextmenü auf den Filterzellen des Resultatsbereichs als auch im Query Designer zur Verfügung. Markieren Sie in der Querydefinition (lokale Sicht oder globale Definition) die gewünschte Kennzahl und wählen Sie mit der rechten Maustaste im Kontextmenü Eigenschaften ® Berechnungen.
Weitere Informationen finden Sie unter Berechne Resultate als... und Berechne Einzelwerte als....
Mit dieser Funktion werden die einzelnen Zellen eines Bereiches kumuliert, d.h. der erste Wert wird zum zweiten Wert addiert, dieses Ergebnis wird zum dritten Wert addiert usw. Die Zellen werden innerhalb einer Spalte von oben nach unten bzw. innerhalb einer Zeile von links nach rechts kumuliert. Bei einem Block von Einzelwerten, d.h. bei einem Aufriss sowohl in Zeilen und in Spalten, wird sowohl von oben nach unten als auch von links nach rechts kumuliert.

Diese Funktion ist insbesondere bei Aufrissen nach Zeitmerkmalen (z.B. Monaten) sinnvoll. Zusammen mit der Funktion Einzelwerte als ® Normierung auf Ergebnis und der Funktion Sortieren ® absteigend auf der entsprechenden Wertespalte erhalten Sie eine kumulierte Anteilsliste, die häufig als ABC-Liste bezeichnet wird.
Sie können die gewählte Neuberechnung auch auf die Resultatszeilen anwenden.

Beachten Sie, dass folgende Funktionen für Hierarchielisten, d.h. bei aktiver Präsentationshierarchie, nicht angewendet werden können bzw. nicht auf das Merkmal mit der Hierarchie wirken:
- Berechne ® Resultate als
- Berechne ® Einzelwerte als ® Rangliste bzw. Rangliste (olympisch)
- Berechne ® Kumuliert
Wenn das Merkmal eine aktive Präsentationshierarchie besitzt, können Sie mit dieser Funktion bestimmen, ob Sie die Hierarchieknoten nie, immer oder bedingt unterdrücken möchten.
· nie: Die Hierarchie wird mit allen Hierarchieknoten angezeigt.
· immer: Die Gesamtergebniszeile wird nicht angezeigt.
· bedingt: Ein Hierarchieknoten wird nur dann unterdrückt, wenn er nur ein "Kind" hat. Das "Kind", (welches ein untergeordneter Hierarchieknoten oder ein Hierarchieblatt sein kann), tritt dann an die Stelle des unterdrückten Hierarchieknotens, d.h. es wird im Hierarchie-Level vorgezogen.
Wenn das Merkmal eine aktive Präsentationshierarchie besitzt, können Sie die Hierarchieknoten entweder oben oder unten positionieren. Die "Kinder" eines Knotens klappen entweder nach oben oder nach unten auf.
Wenn Sie diese Funktion wählen, dann sortiert das System die Liste zunächst aufsteigend nach Schlüssel. Anschließend werden nacheinander alle Strukturelemente (Kennzahlen) des jeweils n ten Merkmalswerts zum n+1 Merkmalswert aggregiert. Für Zeitmerkmale werden dabei fehlende Merkmalswerte entsprechend ergänzt.

Wenn Sie anschließend an diese Funktion eine andere Sortierung wählen, dann sind die Zahlen nur schwer verständlich.
Vermeiden Sie auch für mehrere Merkmale die Funktion kumulierte Ausgabe zu wählen.

Wir empfehlen die Funktion Berechne ® Einzelwerte als ® Kumuliert zu verwenden, da diese in den meisten Fällen besser steuerbar und besser geeignet ist.

Diese Funktion ermöglicht es Ihnen bei Zeitmerkmalen, wie z.B. Kalenderjahr/Monat, beispielsweise Umsätze kumuliert darzustellen.
Kalenderjahr 2000 |
Umsatz |
kumulierter Umsatz |
Januar |
100 |
100 |
Februar |
110 |
210 (Januar + Februar) |
März |
120 |
330 (Januar + Februar + März) |
Sie können die Querydaten zu allen Kennzahlen auf verschiedene Ergebnisse dieser Kennzahl normieren - sie werden dann in prozentualer Darstellung angezeigt.

Bei (Zwischen-)Ergebnissen erfolgt die Darstellung nicht prozentual, sondern absolut.
Die Normierung bezieht sich jeweils auf ein bestimmtes Merkmal und kann unabhängig für jedes Merkmal verschiedene Einstellungen aufweisen.
Jede Kennzahl einer Query hat ein Query-Ergebnis. Dies ist das Ergebnis der Kennzahl, die sich bei Aggregation über alle Merkmale der Query ergibt.
In jeder Sicht wird für die Kennzahlen ein Gesamtergebnis ausgewiesen. Auch auf dieses Ergebnis können Sie Daten normieren.
Schließlich besteht auch die Möglichkeit, die Daten auf die im Resultatsbereich ausgewiesenen Ergebnisse zu normieren.

Das Gesamtergebnis und das Query-Ergebnis sind identisch, wenn kein Merkmal gefiltert ist.
Mit der Funktion Springen des Kontextmenüs können Sie zu Dokumenten und zu Sprungzielen per Bericht-Bericht-Schnittstelle gelangen.
Sie können Dokumente zu verschiedenen
Objekten, die in der Administrator Workbench, in der Stammdatenpflege oder in
der Web Application angelegt wurden, im Web anzeigen und neue Dokumente
anlegen. Um Dokumente zu BW-Objekten anzeigen oder bearbeiten zu können,
benötigt der Benutzer eine entsprechende Berechtigung. Weitere Informationen
hierzu finden Sie unter
Berechtigung für
Dokumente.
Weitere Informationen finden Sie unter Springen.

Beachten Sie, dass diese Funktion im BEx Analyzer ab MS Excel 2000 unterstützt wird.
Sie können Exceptions oder Bedingungen zur Query aktivieren bzw. deaktivieren.
Sie können nach Zielwährung oder nach Datenbankwährung umrechnen.
Siehe auch:
Hier können Sie folgende Einstellungen für alle Merkmale vornehmen:
Die Anzeige der Merkmalswerte kann in unterschiedlichen Darstellungsformen erfolgen. Die angebotenen Darstellungsformen hängen von den in der Datenbasis eingerichteten Eigenschaften des InfoObjects ab.
Folgende Möglichkeiten stehen zur Auswahl:
· Keine Anzeige: Die Darstellung des Merkmals ist ausgeblendet.
· Schlüssel und Text: Die Merkmalswerte werden durch deren technischen Schlüssel gefolgt von deren Text dargestellt.
· Text: Die Merkmalswerte werden durch deren Text dargestellt.
· Schlüssel: Die Merkmalswerte werden durch deren technischen Schlüssel dargestellt.
· Text und Schlüssel: Die Merkmalswerte werden durch deren Text gefolgt von deren technischen Schlüssel dargestellt.

Bei diesen Darstellungsmöglichkeiten werden jeweils der Schlüssel in externem Format und der kürzeste verfügbare Text verwendet.
Über den Kontextmenüeintrag Weitere können Sie weitere Darstellungsarten wählen, bei denen
Sie die Textart präzisieren können. Sie können zwischen Kurztext, mittellangem
Text und Langtext wählen. Das System bietet Ihnen hier immer jene Texte zur
Auswahl an, die in der InfoObject-Pflege zum Merkmal angelegt wurden. Siehe
Registerkarte:
Stammdaten/Texte.

Die verschiedenen Darstellungsmöglichkeiten stehen auch für einzelne Merkmale, sowie für Attribute zur Verfügung. Markieren Sie das gewünschte Merkmal bzw. Attribut und wählen Sie mit Hilfe der rechten Maustaste im Kontextmenü (Merkmal) bzw (Attribut) ® Darstellen als.
Zum Aktivieren von Anzeigeattributen siehe Eigenschaften der Querybestandteile ® Eigenschaften des Merkmals.
Sie können wählen, ob die Ergebniszeilen oben/links oder unten/rechts dargestellt werden sollen.

Wenn das Merkmal eine aktive Präsentationshierarchie trägt, dann ist diese Funktion zur Position der Ergebniszeilen nicht anwendbar.
Die Ergebniszeile einer Präsentationshierarchie kann man einerseits als Resultatszeile des entprechenden Aufrissmerkmals auffassen. Andererseits ist die Ergebniszeile in diesem Fall auch der Top-Knoten der Präsentationshierarchie. Deshalb richtet sich die Position nach der Einstellung der Knotenposition der Präsentationshierarchie. Wenn Sie also die Position der Ergebniszeilen verändern möchten, dann wählen Sie bei Präsentationshierarchien die Funktion (Merkmal) ® Knotenposition.
Sie können bestimmen, ob die Ergebniszeilen nie, immer oder bedingt unterdrückt werden sollen. Bedingte Unterdrückung der Ergebniszeile bedeutet, dass die Ergebniszeile nicht angezeigt wird, wenn der entsprechende Bereich nur einen Merkmalswert enthält.

Diese Funktion steht auch für einzelne Merkmale zur Verfügung. Markieren Sie das gewünschte Merkmal und wählen Sie mit Hilfe der rechten Maustaste im Kontextmenü (Merkmal) ® Ergebniszeilen unterdrücken.
Mit dieser Einstellung können Sie bestimmen, ob Zeilen oder Spalten, die Nullen enthalten, dargestellt werden.
Wenn Sie Nullzeilen/-spalten unterdrücken markieren, dann werden Zeilen bzw. Spalten, deren Ergebnis eine Null ist, nicht angezeigt. D.h. die Zeile bzw. Spalte enthält beispielsweise die Werte 1, -1, 1, -1 und im Ergebnis steht dann 0. Wenn Sie diese Einstellung einschalten, dann wird die gesamte Zeile bzw. Spalte nicht angezeigt.
Wenn Sie Nullzeilen/-spalten unterdrücken nicht markieren, dann werden Zeilen bzw. Spalten mit Nullen angezeigt (= Standardeinstellung).
Sie können entweder keine Normierung wählen, oder die Merkmale normieren auf:
· Query-Ergebnis
· Gesamtergebnis
· Ergebnis
Sie können gezielt die Einstellungen zur Merkmalsdarstellung, zur Ergebniszeile und zur Normierung eines einzelnen Merkmals oder auch alle Einstellungsänderungen für alle Merkmale auf einmal zurücknehmen.
Unter Eigenschaften können Sie Einstellungen zu Anzeige, Interaktion und Spaltenbreite vornehmen. Außerdem finden Sie unter Information einige technische Angaben zur Query bzw. zur Arbeitsmappe.
Siehe auch:
Markieren Sie eine beliebige Zelle der Query und wählen Sie mit Hilfe der rechten Maustaste das Kontextmenü oder wählen Sie auf der BEx Symbolleiste OLAP-Funktionen für aktive Zelle.
Siehe auch:
Vorrangregel bei Formatierungseinstellungen
