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Java-Technologie im SAP Web Application
Server 
Die J2EE Engine ist ein integraler Bestandteil des SAP Web Application Servers und implementiert den J2EE-Standard. Dieser J2EE-Standard wurde von der Java Community nach den Regeln des Java Community Process definiert und ist von Sun Microsystems urheberrechtlich geschützt. Seit November 2002 ist SAP Mitglied des Executive Commitee der Java Community.
Mit der J2EE Engine im SAP Web Application Server erfüllt SAP nicht nur den J2EE-Standard, sondern geht mit deren Funktionalitäten weit über den Standard hinaus. Um die Umsetzung großer Software-Projekte zu erleichtern, stattete SAP die J2EE Engine unter anderem mit folgenden zentralen Entwicklungen aus:
·
SAP Java Connector
(Verbindung von ABAP und JAVA)
·
Java Persistence
(Implementierung einer datenbankunabhängigen Persistenzschicht)
·
Web Dynpro (weit
über die Möglichkeiten von JSP und Servlets hinausgehende
Frontend-Technik)
Mit dem SAP Web Application Server liefert SAP eine homogene Infrastruktur sowohl für J2EE-basierte als auch ABAP-basierte Anwendungen. Alle existierenden Business-Objekte und Schnittstellen können gleichermaßen im Java- und im ABAP-Umfeld eingesetzt werden.
Für das Verständnis der Dokumentation werden folgende Kenntnisse vorausgesetzt:
· Grundkenntnisse über Web-Technologien (Protokolle, Web Services, etc.)
· Objektorientierte Programmierung
· Java
· Eclipse
· Model View Controller (MVC)-Prinzip
Die Dokumentation gliedert sich in folgende Bücher:
Technical Operations
Manual für die SAP J2EE Engine
Die Zielgruppen und der Inhalt der Handbücher sind unter Übersicht der vorhandenen Handbücher zusammengefasst.
Die J2EE-Technologie kommt in folgenden Systemvarianten zum Einsatz:
· SAP Web Application Server ABAP + Java System
· SAP Web Application Server Java System
Weitere Informationen zur Installation finden Sie unter
Installationsinformation.
Die SAP J2EE Engine unterstützt komponentenbasierte Enterprise-Technologien und ermöglicht die schnelle Entwicklung und das Deployment von sicheren, skalierbaren und verwaltbaren Anwendungen. Die Portabilität der Anwendungen wird durch eine große Anzahl von unterstützten Betriebssystemen und Datenbankplattformen gewährleistet. Die SAP J2EE Engine ist sowohl konform mit JMX 1.3 als auch mit der Java 2 Enterprise Edition (J2EE) und implementiert Enterprise JavaBeans, Servlets, JSPs, JNDI, JMS und Java Mail entsprechend den festgelegten Standards.
Die SAP J2EE Engine bietet:
· Skalierbarkeit – gute Antwortzeiten bei Spitzenbelastung
· Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit – Ununterbrochener Zugang zum gesamten System, 24 Stunden täglich
· Unterstützung gängiger Security-Standards (Verschlüsselung und Authentifizierung)
· Caching-, Multithreading- und Multiprocessing-Funktionalitäten, anhand derer die bei Spitzenbelastung auftretenden hohen Aufkommen gleichzeitiger Requests optimal abgearbeitet werden können
· Dynamischen Lastausgleich für niedrigere Antwortzeiten und bessere Performance
· Datenreplizierung zu lückenloser Wiederherstellung ausgefallener oder fehlerhafter Systeme
· Clustering von Webseiten und Komponenten für größtmögliche Skalierbarkeit und Verfügbarkeit
· Konfigurierung und Administration des Systems per Remote-Management der Clusterknoten und Applikationen
· Schreiben von Log-Protokollen auf System- und Applikationsebene, klassifiziert nach Wichtigkeitsgrad
· Durchgängige Überwachung der Performance der Clusterknoten und der Module der SAP J2EE Engine
Das Loadbalancing-System der SAP J2EE Engine verteilt
Clientanfragen gleichmäßig auf die Serverprozesse des Clusters. Somit kann die
ganze Kapazität jedes Serverprozesses optimal ausgeschöpft werden. Die
Anfragen werden zur Bearbeitung an die einzelnen Serverprozesse
weitergeleitet. Ausführliche Informationen zum Loadbalancing finden Sie im
Architekturhandbuch unter
Loadbalancing des SAP
Web AS für J2EE-Anwendungen.
Eine der wichtigsten Fähigkeiten der SAP J2EE Engine ist die Failover-Funktionalität. Es existieren mehrere Failover-Mechanismen:
Der einfache
Failover-Mechanismus wird bei Ausfall eines Servers eingesetzt: Der Dispatcher
leitet Client-Anfragen auf einen anderen Serverprozess um und sorgt dadurch
für minimale Verzögerungszeiten. Failover auf Session-Ebene wird durch die
Persistenzschicht der SAP J2EE Engine aufgefangen. Dies wird durch synchrone
Replizierung erreicht, also durch die gleichzeitige Replizierung der
Session-Daten auf weitere spezifizierte Serverprozesse. Ausführliche
Informationen zum Failover finden Sie unter
Hochverfügbarkeit und
Failover.
Die Central Services stellen
für die J2EE Engine die Basis zur Kommunikation und zur Synchronisation dar.
Näheres zu den Central Services finden Sie im Architektur-Handbuch unter
J2EE Cluster-Architektur ®
Central
Services.
Die SAP J2EE Engine unterstützt den Industriestandard Java 2 Platform Enterprise Edition und besitzt damit eine breite Basis von Sicherheits- und Entwicklungsstandards. Sie können auf dieser Basis Applikationen entwickeln, die übertragbar und herstellerunabhängig sind. Die SAP J2EE Engine unterstützt folgende J2EE-Komponenten und Schnittstellen:
..
·
Enterprise JavaBeans
alle EJB-Typen, die in der EJB 1.1- und EJB 2.0-Spezifikation enthalten
sind:
¡ Stateful und Stateless Session Beans
¡ Entity Beans
¡ Message-driven Beans
· JavaServer Pages (JSP)
· Java Servlets
· Java Transaction API (JTA)
· JDBC
· Java Naming and Directory Interface (JNDI)
· Java Mail
· Java Message Service (JMS)
· Java API for XML Processing (JAXP)
· Compliance with Java Security Specifications
· Java Cryptography Architecture (JCA)
· Java Cryptography Extension (JCE)
· Improved Container-Managed Persistence (EJB CMP)
· Query Language (EJB QL)
· Connector Architecture
