Entnahme in anderem Werk 

Einsatzmöglichkeiten

Für eine Baugruppe können Sie festlegen, daß Materialkomponenten in einem vom Planungswerk abweichenden Werk (Entnahmewerk) entnommen werden sollen. Der Sekundärbedarf für diese Komponenten wird dann direkt im Entnahmewerk erzeugt. Die Entnahme in anderem Werk kann sowohl für eigengefertigte als auch für fremdbeschaffte Komponenten erfolgen; für beide Abwicklungen ist ein eigener Sonderbeschaffungsschlüssel definiert.

Diese Abwicklung stellt eine Alternative zur Abwicklung mit Umlagerungsbestellung dar und ist insbesondere dann sinnvoll, wenn die Werke räumlich nah beieinander liegen.

Voraussetzungen

Ablauf

Das folgende Beispiel zeigt den Ablauf für die Entnahme im anderen Werk:

Eine Baugruppe im Werk 0001 enthält zwei Komponenten. Die Komponente 2 erhält im Werk 0001 den Sonderbeschaffungsschlüssel Entnahme in anderem Werk mit Entnahmewerk 0002. Damit wird festgelegt, daß diese Komponente im Werk 0002 entnommen werden soll. Bei der Fertigung der Baugruppe im Werk 0001 wird also die Komponente 2 aus dem Werk 0002 entnommen, die andere Komponente aus dem Werk 0001.

  1. Sie führen die Bedarfsplanung im Planungswerk, d.h. im Werk 0001 durch. Dabei erzeugt das System bei Bedarf einen Planauftrag für die Baugruppe im Werk 0001.
  2. Das System erzeugt im Werk 0001 einen Sekundärbedarf für Komponente 1. Für die Komponente 2 mit der Sonderbeschaffung Entnahme im anderen Werk erzeugt es einen Sekundärbedarf im Entnahmewerk, d.h. im Werk 0002.
  3. Bei der Umsetzung des Planauftrags der Baugruppe in einen Fertigungsauftrag werden die Sekundärbedarfe der Komponenten automatisch in abhängige Reservierungen umgesetzt. Die Entnahme zum Fertigungsauftrag erfolgt für die Komponente 1 in Werk 0001, für Komponente 2 in Werk 0002.