Beispiel für Priorität und maximale Abrufmenge 
Dieses Beispiel gilt nur für die Zuteilungsquotierung, d.h. es wurde keine Splittungsquotierung festgelegt. Sie ordnen also jedes Los genau einer Bezugsquelle zu.
Beispieldaten
Für den Bezug eines Materials haben Sie einen bevorzugten Lieferanten A, den Sie immer zuerst bedienen wollen. Dieser Lieferant kann Ihnen jedoch maximal 100 Stück pro Woche liefern. Was darüber hinausgeht, soll immer vom Lieferanten B bezogen werden. Jedoch hat auch dieser Lieferant eine begrenzte Kapazität von 200 Stück pro Woche. Liegt der Bedarf in einer Woche über 300 Stück, dann soll der Rest auf die Lieferanten C und D verteilt werden, im Verhältnis von 70 : 30.
Die Quotenpositionen sind wie folgt gepflegt:
|
Quote |
Priorität |
Max. Abrufmenge | |
Lieferant A |
1 |
100 | |
Lieferant B |
2 |
200 | |
Lieferant C |
70 |
||
Lieferant D |
30 |
Berechnung der Zuteilungsmenge
Die Bedarfsmenge beträgt im Beispiel 1000 Stück.
Als erstes ist Lieferant A an der Reihe. Aufgrund der begrenzten Kapazität erhält er einen Beschaffungsvorschlag in Höhe von 100 Stück. Danach wird Lieferant B bedient. Er erhält einen Bestellvorschlag über 200 Stück. Die restlichen 700 Stück gehen entweder an Lieferant C oder an Lieferant D, je nachdem, wessen Quotenzahl die niedrigere ist.
Dabei ist vorausgesetzt, daß in der betrachteten Woche, in die die neuen Beschaffungsvorschläge fallen, noch keine Bestellungen oder andere fixierte Zugänge für die Lieferanten A und B vorliegen. Liegt z.B. für den Lieferanten A bereits eine Bestellung in Höhe von 100 Stück vor, dann wird dieser Lieferant nicht mehr berücksichtigt. Liegt bereits eine Bestellung in Höhe von 40 Stück vor, dann erhält der Lieferant noch einen Bestellvorschlag in Höhe von 60 Stück. Die Restmenge wird weiterverteilt.