Buchungsregeln für Abrechnung an Buchhaltung festlegen

In diesem Arbeitsschritt legen Sie fest, an welche Sachkonten der Finanzbuchhaltung die Abgrenzungsdaten abgerechnet werden. Dazu ordnen Sie eine Abgrenzungskostenart bzw. eine Gruppe von Abgrenzungskostenarten zwei Sachkonten zu.

Auf Basis der Abrechnung der Abgrenzungsdaten wird ein Buchungsbeleg in der Finanzbuchhaltung erzeugt.

Auf Basis dieser Buchung wird ein zusätzlicher Beleg in der Profit-Center-Rechnung erzeugt, wenn der Auftrag einem Profit Center zugeordnet ist.

Die Abrechnung erfolgt periodisch auf Basis

Alle Kostenarten, unter denen abzurechnende Abgrenzungsdaten (z.B. Rückstellungen für fehlende Kosten, Ware in Arbeit, Kosten des Umsatzes) fortgeschrieben werden, müssen im Verrechnungsschema aufgeführt sein. Sie müssen zusätzlich über die Buchungsregeln Sachkonten zugeordnet sein.

Die Abrechnung von Daten an die Ergebnisrechnung wird über ein Ergebnisschema gesteuert. Im Ergebnisschema führen Sie die Abgrenzungskostenarten für die Erlöse, die Rückstellungen für drohenden Verlust und die Kosten des Umsatzes auf. Dann ordnen Sie diese Kostenartengruppen Wertfeldern zu. (Siehe "Ergebnisschema anlegen")

Sie können die Abgrenzungsdaten den Sachkonten auf folgenden Ebenen zuordnen:

Folgende Abgrenzungskategorien werden aufgrund der Zuordnung der Kosten zu Zeilenidentifikationen gebildet:
In der Regel werden Sie eine Buchungsregel definieren, die die aktivierungspflichtige Ware in Arbeit den Sachkonten "Bestand an unfertige Erzeugnisse" (Bilanz) und "Bestandsveränderungen" (G.u.V.) zuordnet.
Rückstellungen für fehlende Kosten können gebildet werden, wenn die bis dato angefallenen Istkosten geringer als die Kosten des Umsatzes sind. In diesem Fall werden folgende Abgrenzungskategorien gebildet:
Rückstellungen für fehlende Kosten sind passivierungspflichtig. Wenn Sie über die Zuordnung Zeilenidentifikationen für alle drei Abgrenzungskategorien bilden, dann müssen Sie Buchungsregeln für alle drei Kategorien definieren. Rückstellungen für drohenden Verlust und Rückstellungen für Reklamationskosten sind auch passivierungspflichtig.
Möchten Sie die Abgrenzungdaten je Abgrenzungskategorie an die Finanzbuchhaltung weiterleiten, dann genügt in der Abgrenzungsversion das Anlegen einer Technischen Abgrenzungskostenart .
In diesem Fall ordnen Sie die einzelnen Abgrenzungskostenarten den Sachkonten zu.
Wenn zum Beispiel die Ware in Arbeit für die Materialeinsatzkosten unter der Abgrenzungskostenart 672111 und die Ware in Arbeit für die Fertigungskosten unter der Abgrenzungsart 672131 fortgeschrieben wird, so können Sie diese Informationen an unterschiedliche Sachkonten in der Finanzbuchhaltung weiterleiten.In diesem Fall ordnen Sie beispielsweise die Rückstellungen für fehlende Kosten oder die aktivierungspflichtige Ware in Arbeit den Sachkonten zu.
Möchten Sie die Weiterleitung der Abgrenzungsdaten an die Finanzbuchhaltung nach Abgrenzungskostenarten vornehmen, dann müssen Sie in der Abgrenzungsversion über Aufteilung Kostenarten ein eine Aufteilung auf verschiedene Abgrenzungskostenarten vornehmen.
In diesem Fall ordnen Sie beispielsweise die gebildeten Rückstellungen für fehlende Kosten oder die gebildete aktivierungspflichtige Ware in Arbeit den Sachkonten zu.
Möchten Sie die Weiterleitung der Abgrenzungsdaten an die Finanzbuchhaltung nach Abgrenzungskategorie vornehmen, dann müssen Sie in der Abgrenzungsversion über Erweiterte Steuerung das Kennzeichen Bildung / Verbrauch trennen aktivieren.

Arbeiten Sie mit der Percentage-of-Completion Methode, so werden die ermittelten Daten unter den Kostenarten fortgeschrieben, die Sie in der Abgrenzungsversion angegeben haben. Sie können entweder diese Abgrenzungskostenarten aufführen oder folgende Abgrenzungskategorien angeben:

Kategorie Bedeutung
POCB Erlösfähiger Bestand
POCU Erlösüberschuß
POCG Errechneter Gewinn
POCV Verlust
POCR Realisierter Verlust

Transferpreise

Arbeiten Sie mit parallelen Bewertungssichten , dann ordnet das System automatisch die Buchungsregeln, die Sie für die Abgrenzungsversion der operativen Bewertungssicht definiert haben, den auf die operative Abgrenzungsversion referenzierenden Abgrenzungsversionen der parallelen Bewertungssichten zu.

Voraussetzungen

Sie müssen folgende Arbeitsschritte bearbeitet haben:

Sie sollten auch sicherstellen, daß die Kostenarten, die Sie im Arbeitsschritt "Fortschreibung festlegen" angegeben haben, im Verrechnungsschema enthalten sind. (Siehe " Verrechnungsschema anlegen")

Arbeiten Sie mit der Percentage-of-Completion-Methode, sollten Sie auch sicherstellen, daß die Kostenarten, die Sie im Arbeitsschritt "Abgrenzungsversionen definieren" angegeben haben, im Verrechnungsschema enthalten sind.

Grundsätzlich genügt das Anlegen einer technischen Kostenart in der Abgrenzungsversion. Sie können diese technische Abgrenzungsversion in der vereinfachten Steuerung der Abgrenzungsversion hinterlegen.

Aktivitäten

1. Stellen Sie fest, an welche Sachkonten Sie die Ware in Arbeit bzw. die Abgrenzungsdaten abrechnen wollen.
2. Definieren Sie Buchungsregeln, indem Sie folgende Daten eingeben:
Sie können in den Buchungsregeln auch Sachkonten hinterlegen, für die im Sachkontenstammsatz das Kennzeichen Nur automatisch bebuchbar gesetzt ist. Haben Sie ein Sachkonto, für das das Kennzeichen Nur automatisch bebuchbar gesetzt ist, in den Buchungsregeln hinterlegt, und müssen Sie für Abgrenzungsdaten (z.B. Ware in Arbeit) Korrekturbuchungen vornehmen, dann haben Sie folgende Möglichkeiten:
3. Geben Sie eine Abgrenzungskostenart oder eine Abgrenzungskategorie und einen Abgrenzungsvorgang ein.
4. Nachdem Sie diesen Menüpunkt bearbeitet haben, setzen Sie das Kennzeichen "Finanzbuchhaltung" für die jeweilige Abgrenzungsversion.

Zusätzliche Informationen