Buchungsregeln
für Abrechnung an Buchhaltung festlegen
In diesem Arbeitsschritt legen Sie fest, an
welche Sachkonten der Finanzbuchhaltung die
Abgrenzungsdaten abgerechnet werden. Dazu ordnen Sie eine
Abgrenzungskostenart bzw. eine Gruppe von Abgrenzungskostenarten zwei
Sachkonten zu.
Auf Basis der Abrechnung der Abgrenzungsdaten
wird ein Buchungsbeleg in der Finanzbuchhaltung erzeugt.
- Daten werden in der Bilanz
fortgeschrieben.
- Daten werden in der Gewinn- und
Verlustrechnung fortgeschrieben.
Auf Basis dieser Buchung wird ein zusätzlicher
Beleg in der Profit-Center-Rechnung erzeugt, wenn der Auftrag einem Profit
Center zugeordnet ist.
Die Abrechnung erfolgt periodisch auf
Basis
- der Buchungsregeln, die Sie in diesem
Arbeitsschritt festlegen
Alle Kostenarten, unter denen abzurechnende
Abgrenzungsdaten (z.B. Rückstellungen für fehlende Kosten, Ware in Arbeit,
Kosten des Umsatzes) fortgeschrieben werden, müssen im Verrechnungsschema
aufgeführt sein. Sie müssen zusätzlich über die Buchungsregeln Sachkonten
zugeordnet sein.
Die Abrechnung von Daten an die
Ergebnisrechnung wird über ein Ergebnisschema gesteuert. Im Ergebnisschema
führen Sie die Abgrenzungskostenarten für die Erlöse, die Rückstellungen für
drohenden Verlust und die Kosten des Umsatzes auf. Dann ordnen Sie diese
Kostenartengruppen Wertfeldern zu. (Siehe
"Ergebnisschema anlegen")
Sie können die Abgrenzungsdaten den Sachkonten
auf folgenden Ebenen zuordnen:
Folgende
Abgrenzungskategorien werden aufgrund der Zuordnung der Kosten zu
Zeilenidentifikationen gebildet:
- WIPA - Ware in Arbeit,
aktivierungspflichtig
- WIPW - Ware in Arbeit,
Aktivierungswahlrecht
- WIPN - Ware in Arbeit, nicht
aktivierungsfähig
In der Regel werden
Sie eine Buchungsregel definieren, die die aktivierungspflichtige Ware in
Arbeit den Sachkonten "Bestand an unfertige Erzeugnisse" (Bilanz) und
"Bestandsveränderungen" (G.u.V.) zuordnet.
Rückstellungen für
fehlende Kosten können gebildet werden, wenn die bis dato angefallenen
Istkosten geringer als die Kosten des Umsatzes sind. In diesem Fall werden
folgende Abgrenzungskategorien gebildet:
- RFKA - Rückstellungen für fehlende Kosten
(aktivierungspflichtige Gruppe)
- RFKW - Rückstellungen für fehlende Kosten
(Gruppe Aktivierungswahlrecht)
- RFKN - Rückstellungen für fehlende Kosten
(nicht aktivierungsfähige Gruppe)
Rückstellungen für
fehlende Kosten sind passivierungspflichtig. Wenn Sie über die Zuordnung
Zeilenidentifikationen für alle drei Abgrenzungskategorien bilden, dann müssen
Sie Buchungsregeln für alle drei Kategorien definieren. Rückstellungen für
drohenden Verlust und Rückstellungen für Reklamationskosten sind auch
passivierungspflichtig.
Möchten Sie die
Abgrenzungdaten je Abgrenzungskategorie an die Finanzbuchhaltung weiterleiten,
dann genügt in der Abgrenzungsversion das Anlegen einer
Technischen Abgrenzungskostenart .
In diesem Fall
ordnen Sie die einzelnen Abgrenzungskostenarten den Sachkonten
zu.
Wenn zum Beispiel
die Ware in Arbeit für die Materialeinsatzkosten unter der
Abgrenzungskostenart 672111 und die Ware in Arbeit für die Fertigungskosten
unter der Abgrenzungsart 672131 fortgeschrieben wird, so können Sie diese
Informationen an unterschiedliche Sachkonten in der Finanzbuchhaltung
weiterleiten.In diesem Fall ordnen Sie beispielsweise die Rückstellungen für
fehlende Kosten oder die aktivierungspflichtige Ware in Arbeit den Sachkonten
zu.
Möchten Sie die
Weiterleitung der Abgrenzungsdaten an die Finanzbuchhaltung nach
Abgrenzungskostenarten vornehmen, dann müssen Sie in der Abgrenzungsversion
über Aufteilung Kostenarten ein eine Aufteilung auf
verschiedene Abgrenzungskostenarten vornehmen.
- Pro Abgrenzungskategorie und Vorgang (Bildung,
Verbrauch, Auflösung)
In diesem Fall
ordnen Sie beispielsweise die gebildeten Rückstellungen für fehlende Kosten
oder die gebildete aktivierungspflichtige Ware in Arbeit den Sachkonten
zu.
Möchten Sie die
Weiterleitung der Abgrenzungsdaten an die Finanzbuchhaltung nach
Abgrenzungskategorie vornehmen, dann müssen Sie in der Abgrenzungsversion über
Erweiterte Steuerung das Kennzeichen
Bildung / Verbrauch trennen aktivieren.
Arbeiten Sie mit der Percentage-of-Completion
Methode, so werden die ermittelten Daten unter den Kostenarten
fortgeschrieben, die Sie in der Abgrenzungsversion angegeben haben. Sie können
entweder diese Abgrenzungskostenarten aufführen oder folgende
Abgrenzungskategorien angeben:
| Kategorie |
Bedeutung |
| POCB |
Erlösfähiger Bestand |
| POCU |
Erlösüberschuß |
| POCG |
Errechneter Gewinn |
| POCV |
Verlust |
| POCR |
Realisierter Verlust |
|
Arbeiten Sie mit parallelen
Bewertungssichten , dann ordnet das System automatisch die
Buchungsregeln, die Sie für die Abgrenzungsversion der operativen
Bewertungssicht definiert haben, den auf die operative Abgrenzungsversion
referenzierenden Abgrenzungsversionen der parallelen Bewertungssichten
zu.
Voraussetzungen
Sie müssen folgende Arbeitsschritte bearbeitet
haben:
Sie sollten auch sicherstellen, daß die
Kostenarten, die Sie im Arbeitsschritt "Fortschreibung festlegen" angegeben
haben, im Verrechnungsschema enthalten sind. (Siehe "
Verrechnungsschema anlegen")
Arbeiten Sie mit der
Percentage-of-Completion-Methode, sollten Sie auch sicherstellen, daß die
Kostenarten, die Sie im Arbeitsschritt "Abgrenzungsversionen definieren"
angegeben haben, im Verrechnungsschema enthalten sind.
Grundsätzlich genügt das Anlegen einer
technischen Kostenart in der Abgrenzungsversion. Sie können diese technische
Abgrenzungsversion in der vereinfachten Steuerung der Abgrenzungsversion
hinterlegen.
Aktivitäten
1. Stellen Sie
fest, an welche Sachkonten Sie die Ware in Arbeit bzw. die Abgrenzungsdaten
abrechnen wollen.
2. Definieren
Sie Buchungsregeln, indem Sie folgende Daten eingeben:
Sie können in den
Buchungsregeln auch Sachkonten hinterlegen, für die im Sachkontenstammsatz das
Kennzeichen Nur automatisch bebuchbar gesetzt ist.
Haben Sie ein Sachkonto, für das das Kennzeichen Nur automatisch
bebuchbar gesetzt ist, in den Buchungsregeln hinterlegt, und
müssen Sie für Abgrenzungsdaten (z.B. Ware in Arbeit) Korrekturbuchungen
vornehmen, dann haben Sie folgende Möglichkeiten:
- Sie nehmen das Kennzeichen Nur
automatisch bebuchbar im Sachkontenstammsatz zurück.
- Sie führen die Korrekturbuchung über ein
anderes Sachkonto aus.
3. Geben Sie
eine Abgrenzungskostenart oder eine Abgrenzungskategorie und einen
Abgrenzungsvorgang ein.
4. Nachdem Sie
diesen Menüpunkt bearbeitet haben, setzen Sie das Kennzeichen
"Finanzbuchhaltung" für die jeweilige Abgrenzungsversion.
Zusätzliche
Informationen