Zuordnungen für Ergebnisermittlung festlegen

In diesem Arbeitsschritt ordnen Sie die Kostenarten, unter denen das Objekt belastet und entlastet wird, Zeilenidentifikationen zu.

Die Zeilenidentifikationen gliedern die für das Abgrenzungsobjekt angefallenen Kosten nach bestimmten Gruppen, z.B:

In der Zuordnung legen Sie fest, wie der Kostenanteil im Bestand (bzw. die Ware in Arbeit), der aufgrund dieser Kosten ausgewiesen werden muß, zu aktivieren ist. Sie können beispielsweise angeben, daß

Außerdem legen Sie die zeitliche Gültigkeit der Zuordnung fest.

Sie ordnen die zu Zeilenidentifikationen zusammengefaßten Kostenarten einer der folgenden Gruppen zu:

Dann legen Sie fest,

Diese Zuordnung wird in den Buchungsregeln berücksichtigt. In den Buchungsregeln gibt es drei Kategorien, die aufgrund dieser Zuordnung gebildet werden:

WIPA Ware in Arbeit, aktivierungspflichtig
WIPW Ware in Arbeit, Aktivierungswahlrecht
WIPN Ware in Arbeit, nicht aktivierungsfähig

Über das Be- und Entlastungskennzeichen können Sie Kosten auseinandersteuern, die unter derselben Kostenart fortgeschrieben werden. Auf diese Weise erkennt die Ergebnisermittlung, daß die Entnahme eines Halbfabrikates aus dem Lager als Belastung zu betrachten ist, während die Ablieferung oder Abrechnung als Entlastung zu betrachten ist.

Über das Fix- und Variabelkennzeichen haben Sie die Möglichkeit, die fixen Kosten für Eigenleistungen und Zuschläge anders als die variablen Kosten zu behandeln. Die Kosten für eingesetzten Halbfabrikate mit Standardpreissteuerung werden auch nach fixen und variablen Kosten gesplittet.

In der Regel werden Sie eine Buchungsregel definieren, die die Abgrenzungsdaten den Sachkonten in der Finanzbuchhaltung zuordnet. Sie ordnen beispielsweise den Kostenanteil im Bestand den Konten "Bestand" und "Bestandsveränderung" zu, während Sie Rückstellungen den Konten "Aufwand aus Rückstellungen" und "Rückstellungen" zuordnen.

Beachten Sie dabei:

Hinweis

Wenn Sie mit dem unbewerteten Kundenauftragsbestand oder mit dem unbewerteten Projektbestand arbeiten, dann stellen Sie sicher, daß auch die Abrechnungskostenarten, unter denen Produktionsaufträge an die Kundenauftragsposition oder an das PSP-Element abgerechnet haben, Zeilenidentifikatiionen zugeordnet sind.

Transferpreise

Arbeiten Sie mit parallelen Bewertungssichten, dann ordnet das System automatisch die in der Abgrenzungsversion der operativen Bewertungssicht definierten Zeilenidentifikationen auch den auf die operative Abgrenzungsversion referenzierenden Abgrenzungsversionen der parallelen Bewertungssichten zu.

Voraussetzungen

Sie müssen folgende Arbeitsschritte bearbeitet haben:

Wenn Sie die Materialkosten nach Herkunftsgruppen unterscheiden wollen, dann müssen Sie den Arbeitsschritt " Herkunftsgruppen definieren " bearbeitet haben.

Standardeinstellungen

In der SAP-Standardauslieferung sind Zeilenidentifikationen enthalten. Sie müssen aber die in Ihrem Kostenartenverzeichnis enthaltenen Kostenarten und Erlösarten den Standardzeilenidentifikationen zuordnen, bevor Sie abgrenzen können.

Aktivitäten

1. Stellen Sie fest, welche Kostenarten Sie Zeilenidentifikationen zuordnen müssen. Um die Kostenarten anzuzeigen, die in Ihrem Kostenrechnungskreis gültig sind, verzweigen Sie in die Kostenstellenrechnung und wählen Sie Berichtswesen -> Stammdatenverzeichnis -> Kostenarten.
2. Abrechnungskostenarten, die Sie im Verrechnungsschema verwenden, müssen Sie einer Zeilenidentifikation zuordnen.
Beispiel: Beispiel 2
Sie Arbeiten mit dem
unbewerteten Kundenauftragsbestand . Sie haben im Verrechnungsschema das Kennzeichen Kostenartengerechte Abrechnung nicht gesetzt. Das System rechnet die auf Produktionsaufträgen gebuchten Istkosten an eine Kundenauftragsposition ab. Die Abrechnung erfolgt unter einer Abrechnungskostenart , die Sie im Verrechnungsschema hinterlegt haben. Sie müssen diese Abrechnungskostenart einer Zeilenidentifikation zuordnen.
1. Geben Sie den Kostenrechnungskreis, Ihre Abgrenzungsversion und ggf. Ihren Abgrenzungsschlüssel an.
2. Tragen Sie die Kostenarten laut Ihrem Kostenartenverzeichnis ein, unter denen Primärbuchungen auf den Objekten (Auftrag, Projekt, Kundenauftrag) fortgeschrieben werden.
Sie können Ihre Einträge maskieren. Der Eintrag 00004+++++ faßt die Kostenarten von 400000 bis 499999 zusammen. Wollen Sie bestimmte Kostenarten separat behandeln, so geben Sie diese unmaskiert ein (z.B. 0000415000).
Hinweis: Wenn Sie mit dem bewerteten Kundenauftragsbestand arbeiten und die Kundenauftragsposition kosten- und erlösführend ist, dann wird die Kundenauftragsposition mit der Kostenart belastet die dem Bestandsveränderungskonto (Konto für Kosten des Umsatzes) entspricht, das bei der Lieferung an den Kunden bebucht wird. Diese Kostenart ordnen Sie einer Zeilenidentifikation zu. Nicht zuordnen müssen Sie die Kostenarten, die im Kostenartennachweis der Kundenauftragskalkulation zu den Herstellkosten angezeigt werden.
Numerische Werte müssen rechtsbündig eingegeben werden. Alphanumerische Werte müssen linksbündig eingegeben werden.
Für Materialkosten können Sie eigene Zeilenidentifikationen für bestimmte Herkunftsgruppen definieren, indem Sie Herkunftsgruppen in die Kalkulationssichten der relevanten Materialstammsaätze eingeben und diese Herkunftsgruppen mit den relevanten Kostenarten in die Zeilenidentifikationen eintragen. Möchten Sie die Zeilenidentifikationen nicht nach Herkunftsgruppen differenzieren, so maskieren Sie die Herkunftsgruppe mit ++++.
3. Tragen Sie die sekundäre Kostenarten ein, unter denen interne Leistungsverrechnungen auf den Objekten fortgeschrieben werden.
Für Fertigungskosten können Sie eigene Zeilenidentifikationen für bestimmte Kostenstellen oder Kostenstellen und Leistungsarten definieren, indem Sie für sekundäre Kostenarten eine Kostenstelle und eine Leistungsart eintragen. Möchten Sie die Fertigungskosten nur nach Kostenarten differenzieren, so maskieren Sie Kostenstelle und Leistungsart mit ++++.
Wollen Sie eigene Zeilenidentifikationen für die fixen und die variablen Kosten aus der Kostenstellenrechnung bilden, so können Sie ein "V" oder "F" in die Spalte "Var-Fix-Kosten" eingeben.
4. Geben Sie gegebenenfalls ein Be- oder Entlastungskennzeichen ein.
5. Geben Sie die zeitliche Gültigkeit der Zuordnung an.
6. Geben Sie folgendes an:
aktivierungspflichtig
Aktivierungswahlrecht
nicht aktivierungsfähig
7. Für die erlösproportionale Abgrenzung tragen Sie die Erlösarten laut Ihrem Kostenartenverzeichnis ein, unter denen Erlöse auf den Objekten fortgeschrieben werden.
8. Für die WIP-Ermittlung tragen Sie die Kostenarten laut Ihrem Kostenartenverzeichnis ein, unter denen Entlastungen aufgrund Lieferungen und Teillieferungen gebucht werden.