Verwendung
Mit dieser Funktion erfassen Sie Bewegungssätze, die nicht durch die Vertragskonditionen bereitgestellt werden (z.B. Sondertilgungen oder Notargebühren). Dabei werden ein oder mehrere Bewegungssätze zu einem Geschäftsvorfall zusammengefaßt, d.h. ein Geschäftsvorfall Sondertilgung kann z.B. aus einer außerplanmäßigen Tilgung und einer Bearbeitungsgebühr bestehen.
Zudem haben Sie die Möglichkeit, nicht konditionsbasierte Bewegungen (wie z.B. auch Auszahlungen) ohne nachträgliche Erweiterung der Stammdaten zu buchen.
Funktionsumfang
Folgende Geschäftsvorfälle zum Vertrag stehen Ihnen zur Verfügung:
Die Funktion Auszahlung gehört betriebswirtschaftlich zu den Geschäftsvorfällen, ist aber aufgrund ihrer Komplexität als eigenständige Funktion realisiert und somit nicht in das Konzept der Geschäftsvorfälle eingebunden.
Die Funktionen Sondertilgung sowie Geschäftsvorfallerfassung Gebühren dienen der Erfassung komplexer Geschäftsvorfälle. Die dabei pro Geschäftsvorfall erzeugten Bewegungen können nur gleichzeitig, d.h. als Ganzes aktiviert bzw. gebucht und ggf. storniert werden.
Dagegen werden die über die Funktion Einzelerfassung Gebühren eingegebenen Bewegungen einzeln aktiviert bzw. gebucht und ggf. storniert. Hierbei wird pro Bewegung ein Beleg erzeugt.
Ein Geschäftsvorfall kann drei Status durchlaufen, d.h. er wird zuerst erfaßt, dann aktiviert und schließlich gebucht, wobei ebenfalls die Möglichkeit besteht, einen Geschäftsvorfall direkt zu aktivieren oder zu buchen bzw. erfaßte Geschäftsvorfälle direkt zu buchen.
Die möglichen Status sind:
Nach Eingabe der Daten werden durch das Sichern des Geschäftsvorfalls noch keine Plansätze erzeugt. Über Finanzstrom simulieren werden die Bewegungen jedoch als simulierte Sätze bei der Berechnung des Finanzstroms berücksichtigt. Im Status erfaßt haben Sie die Möglichkeit, die Daten zu ändern bzw. den Geschäftsvorfall zu löschen. Die Historie ist dann nicht mehr nachvollziehbar.
Durch das Aktivieren eines Geschäftsvorfalls werden die Bewegungen als Plansätze auf die Datenbank geschrieben. Die Bewegungssätze werden fixiert, so daß sie nicht mehr geändert werden können. Über Geschäftsvorfall kopieren erstellen Sie eine Kopie des Geschäftsvorfalls, der dann wieder den Status erfaßt hat. Die Bewegungen der Kopie sind änderbar. Löschen Sie einen aktivierten Geschäftsvorfall, dann bleibt dessen Historie nachvollziehbar.
Buchen Sie einen Geschäftsvorfall, dann werden die Bewegungen als Istsätze auf der Datenbank gespeichert. Der Geschäftsvorfall kann nicht gelöscht, sondern nur storniert werden.

Über die Funktion Einzelerfassung Gebühren erfaßte Bewegungen (sowie konditionsbasierte Plansätze mit Buchungssteuerungskennzeichen 21) können auch über die Funktion Einzelsätze buchen gebucht werden.
Die Geschäftsvorfälle sind in ein gestaffeltes Freigabeverfahren nach dem Mehr-Augen-Prinzip eingebunden. Bei aktivierter Freigabe ist der Geschäftsvorfall zwischen den Status erfaßt und aktiviert freizugeben, d.h. wenn sich der Geschäftsvorfall im Status erfaßt befindet, muß er aktiviert werden, um in den Business-Workplace-Eingang zur Freigabe gestellt zu werden. Nach erfolgter Freigabe erhält der Geschäftsvorfall den Status aktiviert und kann erst dann, wenn gewünscht, gebucht werden.
Weitere Informationen finden Sie unter
Freigabe.