Werkzeuge: Flexibles Reporting im Treasury 

Verwendung

Mit Hilfe der Recherche können Sie eigene, unternehmensspezifische Berichte auf Grundlage von Strukturen, die Merkmale und Kennzahlen enthalten, definieren. Dazu können Sie sich auf Grundlage der ausgelieferten Kennzahlen, eigene Kennzahlen definieren. Merkmalsausprägungen/-werte können hierarchisch gegliedert werden.

Integration

Ein Anschluß an das Frontendprodukt inSight der Firma arcplan ermöglicht die Präsentation der Daten aus der Recherche auf einem alternativen Graphical User Interface.

Siehe auch:

Verbindung zu inSight für SAP R/3

inSight für SAP R/3: Installation und Anwendung

Recherchebericht in inSight

Funktionsumfang

Im Treasury Informationssystem können Sie Berichte zu folgenden Sachgebieten anlegen:

Pro Berichtsart stehen Ihnen Merkmale und Kennzahlen für die Definition der Berichte zur Verfügung.

Zeitpunktbezogenes Reporting

Unter zeitpunktbezogenem Reporting versteht man eine Sicht auf die Bestände und Geschäfte zu einem (oder mehreren) Stichtagen.

Zeitraumbezogenes Reporting

Zeitraumbezogenes Reporting beinhaltet die Auswertung der Geschäfte und anderer Bestandsänderungen auf Basis der kleinsten im SAP-System vorliegenden Einheit, der Bewegung, bezogen auf einen (oder mehrere) Zeiträume.

Eine Bewegung kann folgendes bewirken bzw. beschreiben:

Eine Zahlung wird im Informationssystem über die Kennzahl Zahlbetrag beschrieben, ein Erfolg mit der Kennzahl Erfolgsbetrag. Die Wirkung einer Bewegung auf den Bestand ist differenzierter zu betrachten.

Die Informationen von Bewegungen lassen sich durch folgenden Kennzahlen darstellen:

Notation:

ZW = Zahlwährung

EW = Erfolgswährung

HW = Hauswährung

BW = Bestandswährung

Einteilung der Bestände nach Bilanzseiten

Für das Bestandsreporting wurden alle Bestandskennzahlen eingeteilt in bilanzielle und nicht-bilanzielle Bestände, wobei erstere unterteilt werden in aktivische und passivische Bestände entsprechend ihrer Bilanzseite.

Währungsreferenzen

Für das übergreifende Treasurymanagement Reporting gelten einheitliche Währungsreferenzierungen.

TR-übergreifendes Reporting

Die Kennzahl 'Nominalbetrag Long' steht für 'Forderungen' und die Kennzahl 'Nominalbetrag Short' für 'Verbindlichkeiten'.

Hier gilt die Währungsreferenzierung auf je eine eigene Währung für die Long- und Shortseite. Dadurch lassen sich beispielsweise Währungsswaps korrekt abbilden.

Alle anderen Bestandskennzahlen referenzieren auf die Bestands-/Geschäftswährung bzw. auf die Hauswährung. Für einen Bericht, in dem Nominalbeträge und andere Bestandskennzahlen gemischt werden, sind also mindestens zwei Währungen notwendig.

Bei der Währungsreferenzierung von Bewegungskennzahlen wird für Kennzahlen, die eine Änderung in einer Bestandsgröße beschreiben, die Referenzwährung identisch mit der korrespondierenden Bestandskennzahl gewählt.

Nicht-operative Währungen

Neben den im operativen Treasury verwendeten Währungen wie Bestands-, Geschäfts-, Vertragswährung, Notierungswährung oder Zahlwährung werden im Reporting zusätzliche Währungsreferenzen definiert. Im wesentlichen dienen diese zur Harmonisierung und Datenzusammenführung, wenn Währungsbeträge mit unterschiedlichen Quell-Währungsreferenzen für Reportingzwecke in eine Kennzahl ‚gemapt‘ werden.

Da ein buchhalterischer Erfolg durch Zahlungen (Zinsen, Dividenden oder auch Gebühren), durch Wertberichtigungen (Bewertung) oder auch durch Abgrenzungsverfahren entstehen können, wurde der Bergriff der Erfolgswährung eingeführt. Es beschreibt die Währung, in der der Erfolg entstanden ist:

Erfolgswährung =

Zahlwährung

bei Zinsen, Gebühren etc.

Bestandswährung

bei Bewertung etc.

Um in der Recherche Tauschgeschäfte wie beispielsweise Devisengeschäfte oder SWAPs korrekt abbilden zu können, wird für beide Seiten des Geschäftes eine eigene Währungsreferenz geführt.

Siehe auch: