Kundenspezifische Felder i.d. StdProjDefinition entwickeln
Für die Standardprojektdefinition im
Projektsystem steht Ihnen folgende SAP-Erweiterung zur Verfügung:
- CNEX0003 Kundenspezifische Felder in der
Standardprojektdefinition
Mit Hilfe dieser Erweiterung können Sie in die
Tabelle der Standardprojektdefinition (Tabelle PROJS) kundenspezifische Felder
aufnehmen. Für die Bearbeitung dieser Felder können Sie ein eigenes
Bildschirmbild (Dynpro) anlegen, das der Benutzer aus der Bearbeitung der
Standardprojektdefinition heraus aufrufen kann.
Die Erweiterung CNEX0003 enthält folgende
Erweiterungskomponenten:
Menüeinträge:
SAPLCJSS+CUD
Funktionsexits:
EXIT_SAPLCJSS_002
für die Datenübergabe an Ihr eigenes Programm
EXIT_SAPLCJSS_003 für die Datenübernahme aus Ihrem eigenen
Programm
Dynprobereiche:
SAPLCJSS0205_CUSTSCR1_SAPLXCN10300
Aktivitäten
1. Erstellen
Sie die Erweiterung.
Legen Sie dazu entweder ein neues Projekt an oder verwenden Sie ein
existierendes Projekt.
2. Legen Sie im
ABAP/4-Dictionary (Transaktion SE11) die Struktur CI_PROJS in Ihrer eigenen
Entwicklungsklasse an.
3. Erweitern
Sie die Struktur CI_PROJS um Ihre eigenen Felder.
Beachten Sie dabei
- den für Kunden reservierten Namensraum für
Felder.
- die Maximalanzahl von 255 Feldern in
Datenbanktabellen (in PROJS und CI_PROJS, also für von SAP vorgesehene und
benutzerdefinierte Felder zusammen). SAP behält sich vor, neue Felder in die
Tabelle PROJS aufzunehmen; wenn die Maximalzahl erreicht ist, könnten also von
Ihnen definierte Felder entfallen.
Aktivieren Sie die
Struktur.
4. Bearbeiten
Sie die Erweiterungskomponenten:
- Ordnen Sie der Funktion
Kundenfelder Ihren eigenen Namen zu.
- Ergänzen Sie das Programmcoding für den
Funktionsexit EXIT_SAPLCJSS_002. Er übernimmt die Daten aus dem
SAP-Standardprogramm in Ihren individuellen Programmteil.
Rufen Sie dazu den Funktionsbaustein auf und doppelklicken Sie auf die
Include-Zeile. Legen Sie den Include-Baustein an.
Für die Übergabe der Variablen müssen Sie in den Include ZXCN1U13 eine
move-corresponding Anweisung einfügen:
move-corresponding sap_projs_imp to projs.
Definieren Sie nun
die Datenstruktur projs als globale Variable. Springen Sie hierzu in das
Rahmenprogramm SAPLXCN1. Doppelklicken Sie zunächst auf den Include LXCN1TOP
und dann auf den Include ZXCN1TOP. Legen Sie das Objekt bei Bedarf an.
Fügen Sie in den Quelltext des Includes ZXCN1TOP die folgende tables-Anweisung
ein:
* tables
tables projs.
- Ergänzen Sie das Programmcoding für den
Funktionsexit EXIT_SAPLCJSS_003. Er übernimmt die Daten aus Ihrem
individuellen Programmteil in das SAP-Standardprogramm. Legen Sie hier
ebenfalls den entsprechenden Include-Baustein an.
Für die Übergabe der Variablen müssen Sie in den Include ZXCN1U16 eine
move-corresponding Anweisung einfügen:
move-corresponding projs to cnci_projs_exp.
- Legen Sie den Dynprobereich an.
Doppelklicken Sie auf SAPLCJSS0205_CUSTSCR1_SAPLXCN10300 und wählen Sie dann
Fullscreen. Der Bildschirm ist von SAP vorkonfiguriert. Sie können
die voreingestellten Felder löschen und neue hinzufügen:
Wählen Sie Springen -> Dict./Programmfelder.
Pflegen Sie den Tabellen-/Feldnamen PROJS und wählen
Sie die Felder aus, die auf dem Dynpro erscheinen sollen.
Generieren Sie das Dynpro.
Ausführliche
Informationen hierzu finden Sie auch im OSS-Hinweis
86050.
5. Aktivieren
Sie das Projekt.
Erst wenn Sie das Projekt aktivieren, wird Ihre Erweiterung
wirksam.
6. Damit Ihre
kundenspezifischen Felder im Projektinformationssystem ausgewertet werden
können, müssen die Strukturen im Projektinformationssystem neu generiert
werden. Starten Sie hierzu den Report RCNCT001.
Hinweis bei
Batch-Input
Wenn Sie Ihre kundenspezifischen Felder später
über Batch-Input füllen wollen, müssen Sie das Dynpro SAPLCJSS 0205
berücksichtigen.
Weitere
Hinweise
Erweiterungen sind - im Gegensatz zu
Modifikationen - grundsätzlich releasefähig, da sie nicht im SAP-Original,
sondern in einem Namensraum vorgenommen werden, der für Kunden reserviert
ist.
Eine Dokumentation zu dieser Erweiterung finden
Sie auch in der Erweiterungstransaktion.