Probenverwaltung (QM-IM-SM) 
Einsatzmöglichkeiten
Die Anwendungskomponente Qualitätsmanagement (QM) bietet umfassende Möglichkeiten für die Verwaltung und Abwicklung Physischer Proben im
Wareneingang und in der
Fertigung. Die Probenverwaltung ergänzt die bestehenden QM-Funktionen für die Abwicklung von Stichproben und ermöglicht Ihnen:- die Entnahme Physischer Proben flexibel zu planen
- diese Proben anhand von eindeutigen, mandantenspezifischen Schlüsseln zu identifizieren
- Prüfergebnisse zu Physischen Proben zu erfassen
- die Daten der Physischen Proben im R/3-System zu verwalten
Die Probenverwaltung unterstützt einen Großteil der Anforderungen der Prozeßindustrie in Bezug auf Dokumentation und Nachweisführung Physischer Proben, die im Rahmen der Qualitätsprüfung gezogen wurden. Durch die Probenverwaltung wird die QM-Komponente mit einem Großteil der Funktionalitäten ausgestattet, die typischerweise im Labor Informationsmanagement System (LIMS) vorkommen.
Einführungshinweise
Die Probenverwaltung wird vor allem in den Branchen Nahrungsmittel, Chemie und Pharmazie eingesetzt. Hier werden Produkte komplexen chemischen, organischen und physikalischen Qualitätsprüfungen unterzogen. Sie sollten die Probenverwaltung einsetzen, wenn Sie folgende Möglichkeiten nutzen wollen:
- unterschiedliche Probenarten verwalten (z.B. Wareneingangsproben, Produktionsproben, Wettbewerbsproben)
- unterschiedliche Probentypen entnehmen (z.B. Entnahmeproben, Mischproben oder Rückstellproben)
- Verfahren für die Entnahme Physischer Proben entsprechend der Prüfabwicklung Ihres Unternehmens definieren
- genügend Physische Proben für Mehrfachprüfungen vorplanen
- Physische Proben für eine bestimmte Zeit lagern und einen Nachweis führen
Integration
Die Funktionen der Komponente Probenverwaltung (QM-IM-SM) sind in die QM-Funktionen für die Prüfplanung, Prüflosabwicklung und Ergebniserfassung integriert. Wenn Sie mit Hilfe der Probenverwaltung Physische Proben verwalten und abwickeln wollen, benötigen Sie als Ergänzung zur Probenabwicklung folgende Komponenten:
- Qualitätsplanung
(QM-PT)
- Qualitätsprüfung
(QM-IM)
Funktionsumfang
Mit der Probenverwaltung stehen Ihnen in den folgenden Gebieten flexiblere Möglichkeiten zur Verfügung:
Prüfplanung
Sie können
Probenahmeverfahren anlegen, um Ihre Strategie zur Erzeugung und Entnahme von Physischen Proben festzulegen. Sie können beispielsweise festlegen:
- welche Probentypen entnommen werden sollen (zum Beispiel Entnahmeproben, Mischproben bzw. Rückstellproben).
- wieviele Physische Proben entnommen werden sollen
- Wenn Ihr Material in unterschiedlichen Gebindetypen geliefert wird, können Sie abhängig vom Gebindetyp unterschiedliche Verfahren für die Entnahme von Physischen Proben definieren.
- Um die Funktionen für die Probenverwaltung zu aktivieren, müssen Sie einem Plan ein Probenahmeverfahren zuordnen. Die Information des Probenahmeverfahrens gilt dann für alle Materialien, die mit einem Prüfplan geprüft werden.
Prüfabwicklung
Das System legt für alle Physischen Proben automatisch einen
Probendatensatz an, wenn es ein Prüflos erzeugt. Jede Physische Probe wird durch eine eindeutige Probennummer identifiziert.
Alle Physischen Proben, die automatisch zu einem Prüflos erzeugt wurden, werden vom System eindeutig einer
Probenahme zugeordnet. Über die Probenahmenummer können Sie feststellen, wieviele Physische Proben aus dem Prüflos entnommen und wieviele Misch- und Rückstellproben gebildet wurden.
Neben den geplanten, automatisch erzeugten Proben haben Sie die Möglichkeit, Proben manuell anzulegen.
Sie können Prüfergebnisse für alle automatisch und manuell erzeugten Physischen Proben erfassen.
Wenn Sie den Verwendungentscheid zu einem Prüflos treffen, können Sie alle Physischen Proben mit ihren entsprechenden Status anzeigen.
Nach der Prüfung können Sie einen Nachweis zu den Physischen Proben führen, indem Sie den Aufbewahrungsort der Proben im Probendatensatz festhalten.