Integration (allgemein) 

Verwendung

Das System FI-AA steht in vielfachen Integrationsbeziehungen zu anderen R/3-Komponenten. Die Integration mit dem Systemen FI (Finanzbuchhaltung bzw. FI Kreditoren/Debitoren) ermöglicht es

Daneben erlaubt es die Integration mit den Systemen

bei nachstehenden anlagenbuchhalterisch relevanten Geschäftsvorfällen auf Anlagen zu kontieren.

Funktionsumfang

Bestellanforderung - Rahmenvertrag - Bestellung (MM)

Wird beim Erfassen einer Bestellanforderung bzw. eines Rahmenvertrages auf Anlage kontiert, prüft das System die Existenz der Anlage und deren Bebuchbarkeit bezogen auf das geplante Lieferdatum. Die gleichen Prüfungen erfolgen, wenn beim Erfassen einer Bestellung auf Anlage kontiert wird. Zudem stellt das System sicher, daß der Toleranzwert für Geringwertige Wirtschaftgüter nicht überschritten wird. Bis zum ersten Waren- bzw. Rechnungseingang zu einer Bestellung kann die Anlage, auf die kontiert werden soll, noch geändert werden.

Soll bei der Erfassung von Bestellungen, Bestellanforderungen oder Rahmenverträgen eine Kontierung auf Anlage erfolgen, ist darauf zu achten, daß dem unter "Zugang Anschaffungs- und Herstellungskosten" eingetragenen Konto in der Finanzbuchhaltung eine Feldstatusgruppe zugeordnet ist, die für die Feldgruppen "Anlagenr./Unternr.", "Bewegungsart" und "Menge_Material_Nr." eine Eingabe erlaubt.

Wareneingang (MM)

Je nach Festlegung im Customizing der Materialwirtschaft kann der Wareneingang zu einer Bestellung bewertet oder unbewertet gebucht werden. Beim bewerteten Wareneingang wird der Warenwert laut Bestellung auf der kontierten Anlage aktiviert. Der unbewertete Wareneingang bucht gegen ein Verrechnungskonto.

Da zur Aktivierung einer Anlage handelsrechtlich die Inbetriebnahme entscheidend ist, und da dies bei den meisten Anlagen direkt nach dem physischen Wareneingang stattfinden dürfte, sollte der Wareneingang bereits bewertet auf der Anlage gebucht werden.

Rechnungseingang (MM)

Bezogen auf den Rechnungseingang ist zu unterscheiden, ob dieser vor oder nach dem Wareneingang erfolgt. Im ersten Fall wird auf der Anlage der Rechnungsbetrag abzüglich Steuer und ggf. Skonto auf der kontierten Anlage aktiviert. Im zweiten Fall wird, sofern der Wareneingang bewertet wurde, die sich ergebende Differenz aus Rechnungsbetrag (ohne Steuer und Skonto) und gebuchtem Warenwert aktiviert. Beim Rechnungseingang nach einem unbewertetem Wareneingang wird ebenfalls der volle Rechnungsbetrag abzüglich Steuer und Skonto aktiviert.

Ob beim Rechnungseingang bereits Skonto zu berücksichtigen ist, können Sie durch die gewählte Belegart festlegen.

Materialreservierung - Materialentnahme (MM)

Wird bei einer Materialreservierung auf Anlage kontiert, prüft das System deren Exsistenz. Die Materialentnahme mit Kontierung auf Anlage führt zur Aktivierung der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten des Materials auf der Anlage. Beim Erstellen eines Materialentnahmebeleges kann auf eine etwaige Reservierung Bezug genommen werden.

Abrechnung Instandhaltungsaufträge/Fertigungsaufträge (PM/PP)

Im Rahmen der Instandhaltungsabwicklung des Systems PM ist es möglich, bei der Abrechnung von Instandhaltungsaufträgen Anlagen als Empfänger anzugeben. Auf diese Weise lassen sich aktivierungspflichtige Instandhaltungsleistungen auf Anlagen abrechnen. Das System schlägt als Abrechnungsempfänger die Anlage vor, die dem jeweiligen Equipment oder Technischen Platz im Stammsatz zugeordnet ist.

Analog zu Instandhaltungsaufträgen können auch Fertigungsaufträge und Innenaufträge auf Anlage abgerechnet werden.

Kostenplanung

Für die kostenstellenbezogene Primärkostenplanung können Sie periodisch die geplanten Abschreibungen und Zinsen ermitteln und mit Hilfe eines Reports an die Primärkostenplanung des CO-Systems übergeben. Vergleichen Sie hierzu bitte die Ausführungen im Abschnitt Primärkostenplanung.