Gleitzeitsaldo,
Mehrarbeits- und Produktivstunden summieren
In diesem Arbeitsschritt wird eine
Personalrechenregel vorgestellt, die durch Subtraktion der Sollzeit von der
Rahmenzeit den Gleitzeitsaldo ermittelt und darüber hinaus die
geleistetenMehrarbeits- sowie Produktivstunden errechnet.
Beispiel
Ein Mitarbeiter hat laut Tagesarbeitszeitplan 8
Sollstunden zu leisten. Er ist 11 Stunden anwesend. Nach 10 Stunden soll
Mehrarbeit berechnet werden. Folgende Zeitsalden sind zu bilden:
- 0002 = 8 Stunden Sollarbeitsstunden laut
Tagesarbeitszeitplan
- 0040 = 1 Stunde Mehrarbeit
- 0003 = 10 Stunden Sollarbeit
- 0005 = 2 Stunden Gleitzeit (Differenz aus der
anerkannten
Sollarbeit zu den geplanten, im Grundlohn
enthaltenen Sollstunden)
- 0050 = 11 Stunden
Produktivstunden
Voraussetzungen
Vor dieser Funktion müssen die Tagessalden, wie
zuvor beschrieben, gebildet worden sein. Insbesondere müssen die Zeitarten
0010, 0030 und 0003 gebildet worden sein.
Die Zeitarten 0041, 0042 und 0043 müssen
gebildet worden sein. Dies erfolgte im Schritt
Mehrarbeiten verrechnen.
Standardeinstellungen
1.
Zeitart 0002: Es wird die Zeitart 0002 (Sollarbeit) anhand der
Sollarbeitsstunden aus dem Tagesarbeitszeitplan gebildet.
2.
Zeitart 0005: Durch Subtraktion des Wertes 0002 von der Zeitart 0003
(Rahmenzeit) wird der Gleitzeitsaldo (Zeitart 0005) ermittelt. Die Zeitart
0003 wurde im Schritt
Tagessalden gebildet.
3.
Zeitart 0040: Die geleistete Mehrarbeit wird durch Addition der
Zeitarten 0041 (Mehrarbeit zur Kompensation), 0042 (Mehrarbeit zur Vergütung)
und 0043 (Mehrarbeit Grundlohn/Freizeit) berechnet und in der Zeitart 0040
(geleistete Mehrarbeit) gespeichert.
4.
Zeitart 0050: Die Produktivstunden ergeben sich aus der Summe
Anwesenheitszeiten (Zeitarten 0040 - geleistete Mehrarbeit, 0010 -
Anwesenheit, 0030 - Dienstgang) und werden in der Zeitart 0050
(Produktivstunden) gespeichert.
Empfehlung
Sie müssen hier nur Änderungen vornehmen, wenn
Sie andere Zeitarten in die Berechnung des Gleitzeitsaldos bzw. der
Mehrarbeits- und Produktivstunden mit einbeziehen möchten.
Aktivitäten
1. Überlegen
Sie, ob Sie weitere Zeitarten in die Berechnung des Gleitzeitsaldos, der
Mehrarbeits- und Produktivstunden mit einbeziehen möchten.
2. Kopieren Sie
gegebenenfalls die Personalrechenregel TR30 auf ZR30.
3. Nehmen Sie
in der Personalrechenregel ZR30 die gewünschten Änderungen vor.
4. Ändern Sie
den Aufruf der Personalrechenregel TR30 auf ZR30.