Repos
compensateur aktivieren
Hier aktivieren Sie im Schema TM00 das
Unterschema TW40.
Beispiel
Ihre Mitarbeiter erhalten Freizeitanspruch
aufgrund von Mehrarbeit.
Empfehlung
Für Mitarbeiter, die an der wöchentlichen
Mehrarbeit teilnehmen, sollte kein Infotyp 2007 (Anwesenheitskontingent)
erfasst werden, da sonst mit der Funktion GOT der Verarbeitungstyp M vergeben
wird, was wiederum der wöchentlichen Sicht widerspricht. In diesem Fall ist es
dann unerheblich, ob die Funktion GOT im Schema erhalten bleibt, da sie nicht
prozessiert wird.
Mit der vorgeschlagenen Regelung bilden Sie
folgenden Sachverhalt ab:
1. Überstunden
sind Stunden über 39 h pro Woche (Konstante OVTWL).
2. Alle
Überstunden über 39 h werden mit der Lohnart MM10, MM20 bezahlt.
3. Die
Überstunden generieren einen Freizeitanspruch in einer Höhe der Hälfte der
Überstunden ab 42 Wochenstunden (Konstante OVTWH).
4. Ab einem
Jahreslimit von 130 Überstunden (Konstante OVTWY) wird ein Freizeitanspruch in
der Höhe der Überstunden generiert.
5. Aus dem
Freizeitanspruch wird in Einheiten von 8 Stunden das Freizeitkontingent 0891
aufgebaut., dieses ist bis zum Ablauf des übernächsten Monats gültig
(technisch wird dabei beim Monatswechsel die Zeitart 0891 in 0892, die 0892 in
0893 geschoben, 0893 verfällt).
6. Das
Verfallen der Zeitart 0893 kann bei Monatswechsel unterbunden werden (Zyklus
TW43), wenn im laufenden Monat die Saldokorrektur 0895 aufgegeben wird mit
einer Stundenzahl ungleich Null; dabei ist die Höhe der Stundenzahl
unerheblich, denn es wird lediglich die Existenz der Saldokorrektur als
Schalter benutzt, um das Verfallen zu vermeiden.
7. Durch
Aufgeben der Abwesenheit 0950 können die Freizeitkontingente in der
Reihenfolge 0893, 0892, 0891 abgetragen werden. Falls mehr Abwesenheitsstunden
als Kontingent vorliegt, gibt es eine Fehlermeldung im rptime00, aber keinen
Abbruch des rptime00 (Zyklus TW4D).
8. Am Ende des
Geschäftsjahres wird der Rest aus der Zeitart 0951 in die Tabelle ZL (der
Lohnarten) mit der Lohnart MM70 gestellt. (Personalrechenregel
TW49).
9. Die
kumulierte Mehrarbeit im laufenden Jahr steht in der Zeitart 0952, die
wöchentliche Arbeitszeit in der Zeitart 0953, der erwirtschaftete
Freizeitanspruch in der Zeitart 0951.
Weitere Angaben:
- Als Geschäftsjahr wird das Kalenderjahr
angesehen.
- Die Jahresmehrarbeit 0952 wird am 1. Tag des
Geschaeftsjahres initialisiert.
Aktivitäten
Fügen Sie das Schema TW40 im Schema TM00 vor
der Funktion KNTAG ein. Führen Sie die vorgeschlagenen Aktivitäten in der
vorgegebenen Reihenfolge aus.
Weitere
Hinweise
Wenn Mehrarbeit über den Infotyp 2005 erfasst
wird, so bekommen diese Mehrarbeitstd. über den Zyklus TD40 einen
Verarbeitungstyp. Hier sollte man nicht ein 'M' vergeben, sondern einen
anderen unbenutzten Buchstaben(z.B. 'Z'), da an dieser Stelle wegen der
wöchentlichen Mehrarbeitssicht noch nicht klar ist, ob diese Stunden überhaupt
Mehrarbeit werden.
Betriebswirtschaftlich sinnvoller wäre es
sicherlich, gar keinen Infotyp 2005 zu erfassen, sondern besser einen Infotyp
2002 mit geeignetem Subtyp (welcher Verarbeitungstyp hierfür vergeben wird,
steuert man dann mit dem View Zeitkennung - Zeitart und Verarbeitungstyp
(T555Z) oder mit dem View Verarbeitungstyp und Zeitart abhängig von
Ab-/Anwesenheiten (T555Y) ; vgl. Dokumentation zur Funktion TIMTP).