Sollarbeitszeit (Infotyp 0007) 
Definition
Sollarbeitszeit wird im betrieblichen Alltag als die Zeit von Beginn bis zum Ende der täglichen Arbeit ohne Ruhepausen verstanden. Somit geben Sie mit der Sollarbeitszeit Ihren Mitarbeitern vor, wie lange sie im Unternehmen ihre Tagesarbeit verrichten sollen.
In der R/3-Personalzeitwirtschaft erfolgt die Festlegung der Sollarbeitszeit in Anlehnung an einen R/3-Arbeitszeitplan, worin Sie Uhrzeitvorgaben definiert haben, die die Grundlage für den wirtschaftlichen Ablauf Ihres Unternehmens sind.
Ein
Element dieses Arbeitszeitplanes ist der Tagesarbeitszeitplan, in welchem Sie die tägliche Arbeitszeit betriebsorientiert festlegen.
Verwendung
Um die Arbeitszeit eines Mitarbeiters festzulegen, ordnen Sie ihm in diesem Infotyp eine
Arbeitszeitplanregel zu. In ihr erfassen Sie personenübergreifend die für die Arbeitszeit benötigten Zeitinformationen.Durch die Zuordnung der Arbeitszeitplanregel erhält der Mitarbeiter dann seinen Persönlichen Arbeitszeitplan, aus welchem seine persönliche Sollarbeitszeit hervorgeht, die mit dem Infotyp Sollarbeitszeit (0007) individuell änderbar ist.
Mit dem Infotyp Sollarbeitszeit (0007) bilden Sie statische wie auch dynamische Situationen Ihres Unternehmens mit minimalem Bearbeitungsaufwand ab. Dadurch erhalten Sie eine hohe Flexibilität in der Gestaltung mitarbeiterorientierter Sollarbeitszeiten. Jede Änderung der Sollarbeitszeit hat direkte Auswirkung auf die Zeitauswertung sowie die Lohn- und Gehaltsabrechnung.
Nutzen Sie den Infotyp Sollarbeitszeit (0007), um:
Dazu stehen Ihnen folgende Definitionskriterien zur Verfügung:
Hier legen Sie die mitarbeiterunabhängige Sollarbeitszeit in Form einer definierten Abfolge von Tagesarbeitszeitplänen fest. Dieser entspricht dem Arbeitszeitplan, der dem Mitarbeiter generell zugeordnet wird.
Wenn Sie die Zeitdaten Ihrer Mitarbeiter über die Zeitauswertung abrechnen, ist es zwingend notwendig, daß Sie für jeden Mitarbeiter den Status Zeitwirtschaft setzen. Andernfalls können Sie den Mitarbeiter nicht auswerten.
Hier können Sie den prozentualen Anteil der Zuordnung eines Mitarbeiters zur generellen Arbeitszeitplanregel angeben.
Das R/3-System errechnet automatisch diese Angaben auf Grund der gewählten Arbeitszeitplanregel und deren prozentualen Zuordnung zu einem Mitarbeiter (und der Angabe der Wöchentlichen Arbeitstagen).
Hier geben Sie an, wie viele Arbeitstage eine Arbeitswoche hat. Diese Angabe dient als Planungsinformation und kann für Auswertungen herangezogen werden, sie nimmt keinen automatischen Einfluß auf die Gestaltung der Sollarbeitszeit.
Wenn Sie diese Funktion aktivieren, dann können Sie in den entsprechenden Eingabefeldern individuelle Beginn- und Endeuhrzeiten definieren. Diese überschreiben dann die Beginn- und Endeuhrzeiten des generellen Tagesarbeitszeitplans des Mitarbeiters und gelten als Grundlage für die Zeitauswertung und die Lohn- und Gehaltsabrechnung.
Funktionen für die Teilzeitarbeit
In diesem Infotyp können Sie auf Basis von Vollzeit-Arbeitszeitplanregeln spezielle Regelungen für Teilzeitkräfte hinterlegen. Dadurch vermeiden Sie, daß für Teilzeitkräfte eigene Arbeitszeitpläne angelegt werden müssen.
Eine flexible Gestaltung der täglichen Arbeitszeiten für Teilzeitkräfte ermöglicht die Funktion Dynamische Erstellung des Tagesarbeitszeitplans. Bei dieser Funktion berechnet das System automatisch den angegebenen Arbeitszeitanteil vom Tagesarbeitszeitplan. Zusätzlich können Sie mitarbeiterbezogene Angaben zu minimalen und maximalen Arbeitsstunden angeben.

Einem Mitarbeiter, der vollzeitbeschäftigt ist, haben Sie die Arbeitszeitplanregel Gleitzeit zugeordnet, wonach er eine tägliche Sollarbeitszeit von 8.00 - 17.00 Uhr hat. Aus verschiedenen Gründen möchte der Mitarbeiter für die Zeit von zwei Jahren und sechs Monaten teilzeitbeschäftigt werden, wofür Sie ihn außertariflich entlohnen wollen. Diese Situation bilden Sie im Infotyp Sollarbeitszeit (0007) wie folgt ab:
Sie teilen dem Mitarbeiter den Status Teilzeitkraft zu
Sie definieren die Teilzeit mit 75 % der regulären Sollarbeitszeit der Arbeitszeitplanregel Gleitzeit
Sie legen fest, wie viele Stunden er pro Tag, pro Woche sowie pro Jahr mindestens bzw. höchstens arbeiten darf
Weitere Hinweise
Je nach Konfiguration des Infotyps können Sie das Feld Zusätzliches Kennzeichen für die Zeitwirtschaft verwenden. Dieses Kennzeichen ist ein spezielles Kennzeichen, das Sie kundenindividuell in der Abrechnung verarbeiten können. In der SAP-Standardauslieferung wird dieses Feld nicht genutzt.
Mit diesem Infotyp können Sie auch festlegen, an welchem Wochentag und zu welcher Uhrzeit die Arbeitswoche beginnen soll. Ferner können Sie festlegen, wie lange eine Arbeitswoche dauern soll, z.B. 7 Tage oder 14 Tage.
Mit diesem Infotyp legen Sie die Sichtweise der wöchentlichen Mehrarbeitsbetrachtung fest. Über die Sollarbeitszeit hinaus geleistete Arbeitsstunden werden demnach als Überstunden ausgewertet.
Siehe auch
Sollarbeitszeit für Vollzeitmitarbeiter pflegen Sollarbeitszeit für Teilzeitmitarbeiter pflegen