Konzept der Kollisionsprüfungen 

Um Kollisionen zwischen Zeitdatensätzen zu vermeiden, überprüft das System bei der Eingabe eines neuen Satzes, ob für diesen Zeitraum nicht schon andere Sätze für diesen Mitarbeiter erfaßt worden sind.

Diese Kollisionsprüfungen verhindern, daß Datensätze in das System gelangen, die sich widersprechen. So wird es unmöglich, daß für den gleichen Zeitraum zum Beispiel ein An- und ein Abwesenheitssatz für einen Mitarbeiter im System enthalten ist.

Im Customizing können Sie genau einstellen, wie das System bei dem Auftreten von Kollisionen reagieren soll. Bei der Eingabe eines Zeitdatensatzes, der mit einem anderen Zeitdatensatz kollidiert, kann das System auf vier Weisen reagieren:

    1. Ein Mitarbeiter hat von Montag bis Freitag Urlaub. Am Mittwoch der gleichen Woche muß der Mitarbeiter aus zwingenden Gründen seinen Urlaub unterbrechen und arbeiten.
    2. Systemreaktion:

      Bei der Eingabe der Anwesenheitsart Anwesenheitsstunden weist Sie das System darauf hin, daß bereits ein Urlaub für diesen Zeitraum erfaßt worden ist. Bei dem Hinzufügen des Anwesenheitssatzes grenzt das System den Urlaubssatz ab.

    3. Ein Mitarbeiter ist in Urlaub. Sie versuchen, innerhalb dieses Zeitraums eine Vertretung für ihn einzugeben.
    4. Systemreaktion:

      Diese Konstellation darf so nicht in das System gelangen. Eine Vertretung setzt die Anwesenheit eines Mitarbeiters voraus. Daher gibt das System eine Fehlermeldung aus und verweigert die Annahme des Satzes.

    5. Für einen Mitarbeiter ist an einem Tag eine Mehrarbeit erfaßt. Für den gleichen Tag versuchen Sie, eine Vertretung zu erfassen.
    6. Systemreaktion:

      Grundsätzlich ist diese Kombination zulässig. Mehrarbeiten und Vertretungen schließen sich nicht aus. Aber unter bestimmten Umständen können sich aus der Vertretung veränderte Arbeitszeiten für den Mitarbeiter ergeben. In diesem Fall könnte jetzt der definierte Zeitraum, in dem Mitarbeiter normalerweise Mehrarbeit leisten darf, innerhalb der neuen Arbeitszeit des Mitarbeiters liegen.
      Daher ist es bei dieser Konstellation sinnvoll, daß Sie das System auf die Kollision der beiden Sätze hinweist und Sie die Eingaben noch einmal überprüfen können.

    7. Ein Mitarbeiter ist für eine Vertretung eingeteilt. Da er bei dieser Vertretung auch länger arbeitet als gewöhnlich, möchten Sie für ihn das Abwesenheitskontingent Freizeit gegen Mehrarbeit erfassen.

Systemreaktion:

Grundsätzlich ist diese Konstellation zulässig, Vertretungen und Abwesenheitskontingente schließen sich nicht aus. Zwischen diesen beiden Infosubtypen besteht auch kein zeitlicher Zusammenhang. Daher kann das System die Eingabe des Abwesenheitskontingents ohne einen Hinweis auf den bereits bestehenden Satz übernehmen.