Hintergrundverarbeitung 

Verwendung

Hintergrundverarbeitung bedeutet, daß das R/3-System Aufgaben für Sie durchführt, die normalerweise Ihre Anwesenheit erfordern. Das R/3-System führt z.B. in der Hintergrundverarbeitung alle Reports oder Programme, die Sie interaktiv starten können, automatisch aus.

Die Aufgaben, die das R/3-System für Sie erledigen soll, planen Sie als Hintergrundjobs in der Hintergrundverarbeitung ein. Ein Hintergrundjob spezifiert einen ABAP-Report oder ein externes Programm, die gestartet werden sollen, sowie Angaben zur Startzeit und zum Ausdrucken der Ergebnisliste.

Wenn die angegebene Startzeit erreicht ist, startet die Hintergrundverarbeitung Ihren Job und führt den angegebenen Report oder Programm aus. Sie können später nachprüfen, ob der Job erfolgreich ausgeführt wurde, und ein Protokoll anzeigen, das alle wichtigen Informationen über die Ausführung des Jobs enthält.

Sie möchten einen Report laufen lassen, um alle Kunden mit noch offenen Rechnungen zu ermitteln.

Sie können den Report selbst aus dem ABAP Editor starten, d.h. an Ihrem PC im Dialog mit dem System.

Sie können den Report jedoch auch durch die Hintergrundverarbeitung ausführen lassen. Dazu müssen Sie einen Hintergrundjob anlegen und somit dem System mitteilen, welche Daten es ermitteln soll.

Die Hintergrundverarbeitung führt den Report zur Ermittlung säumiger Kunden nach Ihren Angaben aus. Auf Wunsch druckt das System die durch den Report ermittelte Liste entweder direkt aus oder hält sie in der Ausgabesteuerung (siehe auch Ausgabesteuerung).

In der Hintergrundverarbeitung können Sie auch überprüfen, ob Ihr Report korrekt ausgeführt wurde.

Funktionsumfang

Wenn Sie einen Report interaktiv ausführen, ist der aktuelle Modus für die Dauer der Reportausführung nicht eingabebereit.

Zudem wird der als Hintergund-Job eingeplante Report automatisch vom R/3-System in der Hintergrundverarbeitung gestartet. Ihre Dialogführung mit dem System wird damit nicht belastet.

Sie können einen Report oder ein externes Programm zu jeder Zeit im aktiven R/3-System einplanen. Sie können zudem die periodische Wiederholungsfunktion nutzen.

Damit Langläufer nicht die Antwortzeiten des Systems im interaktiven Betrieb beeinträchtigen, unterliegt die Reportausführung einer bestimmten Höchstdauer. Wenn ein einzelner ABAP-Report länger als 5 Minuten im interaktiven Betrieb läuft, bricht das R/3-System den Report automatisch ab.

Langläufer werden daher besser in der Hintergrundverarbeitung ausgeführt. Diese Reports werden oft schon automatisch in der Hintergrundverarbeitung eingeplant. Sie müssen sich dann noch nicht einmal selbst um die Einplanung kümmern.