Datenübernahme Workbench Kundenstammdaten
Schritt 1: Relevante Felder identifizieren
In diesem Arbeitsschritt bestimmen Sie die Felder des Infosatzes, die
für die Datenübernahme relevant sind. Im Dialog entscheiden Sie, welche Felder für Ihre Anwendung wichtig sind.
Auf dem ersten Datenbild finden Sie das Feld Debitor. Dies ist
ein Mußfeld und muß daher von Ihnen bei einer Altdatenübernahme versorgt werden. Durch Aufruf der F1-Hilfe und Drücken der Taste
Technische Info sehen Sie unter Feldname, daß das Feld RF02D-KUNNR
heißt.
Durch die Anbindung des Kunden- und Lieferantenstamms sowie der
zugehörigen Ansprechpartner an die Zentrale Adreßverwaltung (ZAV)
stehen Ihnen weitere Adreßfelder zur Verfügung. Diese zusätzlichen
Adreßinformationen werden nicht in den eigentlichen Stammtabellen (KNA1
für den Kundenstamm, LFA1 für den Lieferantenstamm, KNVK für die
Ansprechpartner) gehalten, sondern in ZAV-eigenen Tabellen abgelegt.
Für die Übernahme dieser zusätzlichen Adreßinformationen ist ein
eigener Übernahmelauf über die ALE-Schnittstelle notwendig, der vor dem Übernahmelauf für die Stammdaten durchgeführt werden sollte.
Wenn Sie bei der Neuanlage des Kunden- und Lieferantenstamms
Nummernkreise mit interner Nummernvergabe verwenden, muß aufgrund der
getrennten Übernahme von Adreßinformationen und Stammdaten vorab die
Nummer ermittelt werden, über die das Stammobjekt im System eindeutig identifiziert wird.
Die Nummern können Sie mit folgenden BAPIs ermitteln:
- BAPI_VENDOR_GETINTNUMBER (für den Lieferantenstamm)
- BAPI_CUSTOMER_GETINTNUMBER (für den Kundenstamm)
- BAPI_PARTNEREMPLOYEE_GETINTNUM (für die Ansprechpartner)
Stammdatenfelder, zu denen es ein Pendant in der ZAV gibt (z.B. Name,
Straße, Telefonnummer) werden in den eigentlichen Stammtabellen weiter
mitversorgt. Die Aufbereitung dieser Felder innerhalb der ZAV unterscheidet sich von der ursprünglichen Darstellung der Felder ohne
ZAV-Anbindung. SAP empfiehlt daher, die Datenübernahme solcher Felder nur über die Übernahme der ZAV-Adreßinformationen vorzunehmen.
Aktivitäten
1. Identifizieren Sie auf oben beschriebene Weise alle für Sie relevanten Felder.
2. Vergleichen Sie Ihre Altdaten mit den Datenfeldern des SAP-Systems.
3. Legen Sie fest, welche Felder aus den Altdaten direkt in das SAP-System übernommen werden können.
4. Stellen Sie für Felder, die nicht direkt aus den Altdaten versorgt
werden können, Regeln auf, wie Sie die Datenfelder des SAP-Systems dennoch füllen können.
5. Entscheiden Sie, ob Sie Ihre Altdaten maschinell oder manuell übernehmen wollen.
6. Wollen Sie die Altdaten maschinell übernehmen, so können Sie das Batch-Input-Verfahren verwenden.
Schritt 2: Übernahmestruktur bearbeiten
In diesem Arbeitsschritt erstellen Sie die Datenstrukturen für die
Datenübernahme. Der Arbeitsschritt umfaßt folgende Aktivitäten:
1. Extrahieren Sie die Daten, die übernommen werden sollen, aus dem
Quellsystem mittels eines selbstgeschriebenen Programms und schreiben Sie die Daten in eine sequentielle Datei.
2. Zur Verwendung der SAP-Datenstrukturdefinitionen in Ihrem Altsystem
können Sie einen Satzbett-Generierer laufen lassen. Dieser generiert
wahlweise ein Include in den Programmiersprachen COBOL, C, PL/1 oder ASSEMBLER.
Die möglichen Schlüssel für das Feld Identifikator in TSRCG sind:
Unter diesem Schlüssel wurden alle SAP-Tabellen für die Stammdaten
eines Debitors zusammengefaßt, die für die Finanzbuchhaltung relevant sind.
Unter diesem Schlüssel wurden alle SAP-Tabellen für die Stammdaten eines Kreditors zusammengefaßt, die insgesamt relevant sind.
Satzbettbeschreibung
Für die Satzbettbeschreibung gibt es folgende Tabellenstrukturen:
BGR00 Mappensatz
BKN00 Kopfdaten für Debitoren
BKNA1 Allgemeine Daten für Debitoren
BKNB1
Buchungskreisdaten
BKNB5 Mahndaten
BKNBK Bankverbindung incl. neue Bankenstammdaten
BKNEX Außenhandel
BKNKA Kreditlimit zentral
BKNKK Kreditlimit Kontrollbereich
BKNVA Abladestellen
BKNVD
Nachrichten
BKNVI Steuern
BKNVK Ansprechpartner
BKNVL Lizenzen
BKNVP Partnerrollendaten
BKNVV Vertriebsbereichsdaten
BKNZA Abweichende Regulierer
Landesspezifische Strukturen:
BKNAT Steuerkategorien (Südamerika)
Die Daten, die übernommen werden sollen, werden auf der sequentiellen Datei in folgender Reihenfolge erwartet:
- Je Mappe ein Mappenvorsatz (BGR00, Satztyp 0)
Alle weiteren Sätze bis zum nächsten Mappenvorsatz werden der zuletzt
gelesenen Mappe zugeordnet.
- Je Transaktion ein Kopfsatz (BKN00, Satztyp 1)
Alle weiteren Sätze bis zum nächsten Kopfsatz werden der zuletzt
gelesenen Transaktion zugeordnet.
Der Kopfsatz enthält neben dem Transaktionscode alle Daten des Einstiegsbildes.
Jede Struktur wird durch Satztyp und Tabellennamen identifiziert.
Wenn eine Batch-Input-Struktur nachträglich verlängert wird, dann wird
das Ende der Struktur durch ein spezielles Feld (SENDE) gekennzeichnet.
Wenn Sie schon mit der neuen, verlängerten Struktur arbeiten, dann füllen Sie dieses Feld beim Initialisieren der Struktur mit dem
Sonderzeichen NODATA. Dadurch kann das System beim Einlesen der Struktur erkennen, ob den Daten die alte oder die neue Struktur
zugrunde liegt.
Unterstützte Transaktionen:
In der vorliegenden Fassung sind die folgenden zentralen Transaktionen unterstützt:
- XD05 Debitor sperren/entsperren
- XD06 Debitor Löschvormerkung setzen/zurücknehmen
Hinweis
Beachten Sie bitte die folgenden Hinweise:
- Sie können umfangreiche Vorabprüfungen per Parameter anwählen.
- Sie müssen für jedes Feld einen Eintrag vorsehen. Dies kann sein:
- ein explizit eingegebener Feldwert (um einen bestimmten Wert zu übergeben)
- ein Sonderzeichen (um keinen Wert zu übergeben)
Das Sonderzeichen muß im Mappenvorsatz im Feld "BGR00-NODATA" definiert sein.
- Sie müssen alle Felder im Ausgabeformat vorgeben.
- Nach jedem Anlegen oder Ändern einer Batch-Input-Struktur müssen Sie
den Generierungsreport RFBIDEG0 laufen lassen und anschließend das Rahmenprogramm RFBIDE00 auf Syntaxfehler prüfen.
- Beachten Sie folgende Berechtigungen beim Abspielen der Mappen:
- Wenn eine Mappe sichtbar abgespielt wird, muß der Benutzer, der sie
abspielt, die entsprechenden Berechtigungen besitzen.
- Wenn eine Mappe unsichtbar abgespielt wird, muß der Benutzer, der im
Mappenvorsatz unter "USNAM" eingetragen ist, die entsprechenden Berechtigungen besitzen.
Schritt 3: Datenübernahme durchführen
In diesem Arbeitsschritt starten Sie das Batch-Input-Programm für die
Debitorenstammdaten. Das Programm erzeugt Batch-Input-Mappen, die Sie
abspielen, um die Stammdaten in die SAP-Datenbank zu übernehmen.
Wenn Sie das Kennzeichen Datei nur prüfen setzen, dann wird
keine Mappe erstellt, sondern das System prüft, ob die sequentielle Datei korrekt aufgebaut ist.
Voraussetzungen
Sie haben Ihre Daten aus dem Vorsystem oder Altsystem extrahiert und die Datei im SAP-System zur Verfügung gestellt.
Aktivitäten
1. Tragen Sie den Namen der sequentiellen Datei ein, in die Sie Ihre Daten aus dem Altsystem eingelesen haben.
2. Erzeugen Sie eine Batch-Input-Mappe.
3. Spielen Sie diese Batch-Input-Mappe ab.
4. Testen Sie die übernommenen Daten.
Zusätzliche Informationen
Weitere Informationen zum Thema Batch-Input-Mappen finden Sie im Handbuch BC - Systemverwaltung.
Weitere Informationen zum Programm finden Sie in der Reportdokumentation.